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| 02:35 Uhr

Schiedsrichtern fehlt der Mumm, dem LHC das Glück

Wartet weiter auf den ersten Sieg mit dem LHC: Robert Takev, der bei der Niederlage in Dessau drei Treffer erzielte. Foto: Steffen Beyer/sby1
Wartet weiter auf den ersten Sieg mit dem LHC: Robert Takev, der bei der Niederlage in Dessau drei Treffer erzielte. Foto: Steffen Beyer/sby1 FOTO: Steffen Beyer/sby1
Dessau. Der LHC Cottbus hat am Sonntag beim Dessau-Roßlauer HV unglücklich mit 26:27 verloren und wartet damit weiter auf den ersten Sieg in der 3. Liga. Wolfgang Swat /wsw1

Trainer Linge bescheinigte seinen Spielern dennoch eine gute Leistung.

Dramatik pur bestimmte die letzten Szenen. 17 Sekunden vor Abpfiff gelang Robert Takev der Anschlusstreffer zum 26:27. Zehn Sekunden später kamen die Cottbuser nochmal in Ballbesitz und durch Johannes Trupp in aussichtsreiche Position. Trupp wurde beim Wurf am Kreis behindert, doch statt des fälligen Siebenmeters entschieden die Schiedsrichter nur auf Freiwurf. Und so flossen keine Tränen der Freude, sondern der Enttäuschung bei den jungen Handballern aus der Lausitz.

Die hatten die Begegnung über die gesamten 60 Minuten offen gehalten. Kein Team konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. "Die Schiedsrichter haben in den letzten fünf Minuten wohl unter dem Einfluss der Zuschauer ihre Linie verloren. Bei der letzten Aktion hatten sie keinen Mumm, auf den Siebenmeter-Punkt zu zeigen", übte Trainer Marcel Linge Kritik. "Wir haben sehr guten Handball gespielt, am Ende fehlte uns das Glück, um wenigstens einen Punkt aus Dessau zu entführen." Obwohl der LHC neben der Mannschaft aus Münster (Südstaffel) die einzige Vertretung in der 3. Liga ist, die noch auf einen Sieg wartet, belohnte das Trainerteam die Mannschaft beim Montagstraining mit freudbetontem "Gewinner-Fußball". Das gab es in den vergangenen drei Jahren zwar nur nach Siegen, "doch nach diesem Spiel auf Biegen und Brechen haben sich die Jungs das einfach verdient", begründete Linge die Ausnahme.

Dass der LHC dem Tabellenachten ebenbürtig war, lag an der verringerten Fehlerquote im Angriffsspiel, in dem ohne Hast und mit mehr Disziplin die Gefahr verringert wurde, durch leichte Kontertore ins Hintertreffen zu geraten. Positiv wirkte sich zudem aus, dass Martin Robert nach seiner Verletzung erstmals in die Mannschaft rückte. Mit muskulären Problemen im Oberschenkel war Nick Widera nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte, erzielte dennoch sechs Treffer.

Am kommenden Wochenende ist spielfrei, danach reist der LHC zur ebenfalls vom Abstieg bedrohten Mannschaft nach Pirna. "Wir haben in Dessau gesehen, was wir können, und wollen dort punkten", gibt sich Linge trotz der unglücklichen Niederlage in der Anhalt-Arena von Dessau kämpferisch und optimistisch.