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| 16:25 Uhr

Vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
Schadstoff-Last in Spremberg bleibt unter Grenzwert

Für den Straßenverkehr in Spremberg wird das Urteil vorerst folgenlos bleiben.
Für den Straßenverkehr in Spremberg wird das Urteil vorerst folgenlos bleiben. FOTO: Rene Wappler / LR
Spremberg. Für die Politiker der Stadt spielte ein mögliches Dieselverbot bislang keine Rolle.

Bundesverwaltungsgericht ein Urteil zum möglichen Fahrverbot für Dieselautos fällen sollte – es würde vorerst keine Konsequenzen für die Stadt Spremberg haben.

Der Schadstoff-Grenzwert für Stickstoffdioxid von maximal 40 Mikrogramm pro Kubikmeter wird in Spremberg im Durchschnitt ohnehin nicht überschritten. So betrug der Mittelwert nach Angaben des Umweltbundesamtes im Jahr 2017 an der örtlichen Messstation 9,5 Mikrogramm. Sie befindet sich auf dem Gelände der Städtischen Werke. Detaillierte Daten stellt das Umweltamt auf seiner Internetseite vor. Demnach betrug der Maximalwert am Dienstag dieser Woche in Spremberg 37 Mikrogramm, und zwar im Berufsverkehr um acht Uhr morgens. Bis 22 Uhr sank er wieder auf 13 Mikrogramm.

Als Hauptursache für Stickstoffoxide gilt in Deutschland mit einem Anteil von 40 Prozent der Verkehr. Das geht aus dem Luftbericht vom Umweltbundesamt für das Jahr 2017 hervor. Für das Jahr 2016 sei die Hälfte der Emissionen aus dem Straßenverkehr auf Dieselfahrzeuge zurückzuführen. „Die Zahlen können regional jedoch auch stark variieren“, heißt es im Luftbericht.

Die brandenburgische Landesregierung lehnt ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ab. So äußerte sich Umweltministerin Kathrin Schneider (SPD) im September 2017 im Landtag. Das Problem betreffe eher Städte wie Stuttgart, München und Hamburg. Wichtig sei es, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, sagte die Ministerin.

Eine weitere Alternative, die Elektromobilität, kommt eher langsam ins Rollen. Dieses Fazit zog eine Runde von Fachleuten, die im vergangenen Jahr im Spremberger Schloss tagte. Eingeladen hatte der Lausitzer Unternehmerstammtisch. Zwar testen demnach viele Firmen und Kommunen Elektroautos, und manchmal entstehen neue Ladestationen. Doch Christoph Biele von der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz stellte in dieser Runde fest: Ein Konzept sei nicht erkennbar. Vielmehr entstehe der Eindruck: „Jeder macht zurzeit irgendwas.“