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Herbstaktion
Schwerstarbeit am Krauthobel

Am Krauthobel im Vereinshaus „Alter Konsum“: Kurt Dombrowski, Roland Bär, Toni Beloschka,Hardy Kordian und Krautmeister Dietmar Unger (v.l.).
Am Krauthobel im Vereinshaus „Alter Konsum“: Kurt Dombrowski, Roland Bär, Toni Beloschka,Hardy Kordian und Krautmeister Dietmar Unger (v.l.). FOTO: Martina Arlt / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Terpe. Die Terp’schen verarbeiteten bei ihrem inzwischen 11. Sauerkrautfest 400 Kilogramm Weißkohl.

Kräftig gearbeitet wurde am Samstagabend im Vereinshaus „Alter Konsum“ in Terpe. Grund dafür war das 11. Sauerkrautfest, das vom Heimatverein des Ortes unter Regie von Lothar Hopka initiiert wurde.

Dabei standen 400 Kilogramm Weißkohl zur Verarbeitung bereit. Der Krauthobel von Dietmar Unger aus Terpe war dabei eine große Hilfe. Besonders die Frauen hatten alle Hände voll zu tun, um den Weißkohl per Handarbeit zu vierteln. Auch der Strunk jedes Krautkopfes wird keilförmig entfernt. Die Männer übernahmen die noch schwerere Arbeit, nämlich das Sauerkraut stampfen. „Jeder Mann sollte heute hier auf jeden Fall bis Mitternacht einmal den Holzstampfer betätigt haben. Das ist ganz schöne ­Schwerstarbeit. Das ist kostenlose Fitness, erst danach gibt es Freibier“, sagen Lothar Hopka und Helmut Mathiszik vom Heimatverein lächelnd. Als Krautmeister wirkte auch in diesem Jahr Dietmar Unger, der diese Tradition in Terpe für die Öffentlichkeit ins Leben gerufen hatte. Denn bereits mit mehreren Familie hatte er dies vor Jahren ausprobiert. Er besitzt auch alle Utensilien dafür. In den letzten Jahren hat sich dieses Fest nun zu einem schönen kulturellen Höhepunkt im Vereinsleben entwickelt. Während die Gäste in gemütlicher Runde sitzen und Pläuschchen machen, arbeitet der „harte Kern“.

Die Besucher aus Schwarze Pumpe, Sabrodt, Sellessen und natürlich Terpe hatten ihre Tonkruken gleich im Gepäck, um diese mit dem selbst hergestellten Kraut zu füllen, das schon etwas grober geschnitten wird. Immer wieder wurde das Kraut gewogen, um die richtige Salzmenge dazuzugeben. Dann muss das Kraut im stillen Kämmerlein daheim gären, bis es verspeist werden kann. Besonders die Kinder haben jedes Jahr im Holzbottich großen Spaß, wenn sie die nicht benötigten Abfallkrautblätter mit den Füßen stampfen dürfen. Die Küchencrew hatte an diesem Abend voll zu tun. Irene Mathiszik kochte eine leckere Kohlsuppe.

Zwischendurch unterhielt Ute Kekert die Gäste mit literarischen Darbietungen. Am Samstag servierte sie „Terp’sches“ auf dem Papier.

(mat)