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| 13:46 Uhr

Regionale Firmen spenden für Albert-Schweitzer-Familienwerk
Roland Kaiser dankt den Spendern

Roland Kaiser (2.v.r.) mit den Unternehmern Corina und Bert Reifenstein sowie Holger Wahl (r.), Geschäftsführer des ASF Brandenburg.
Roland Kaiser (2.v.r.) mit den Unternehmern Corina und Bert Reifenstein sowie Holger Wahl (r.), Geschäftsführer des ASF Brandenburg. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Kaiserliche Unterstützung in Spremberg: Regionale Firmen spenden für Albert-Schweitzer-Familienwerk und Roland Kaiser ist Botschafter dankt ihnen persönlich. Von Anja Guhlan

Es ist nicht alltäglich, dass die Unternehmer Corina und Bert Reifenstein des Spremberger Unternehmens Terpe Bau GmbH in ihren Räumlichkeiten den Schlagersänger Roland Kaiser begrüßen können. Der Mann, der bis heute Zehntausende auf seinen Konzerten zum Jubeln bringt, hat auch eine stille und dankbare Seite.

An diesem Tag ist er als Botschafter der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke nach Spremberg gekommen, um elf regionalen Unternehmern persönlich zu danken. „Sie sind auf dem sozialen Auge nicht blind und helfen. Dafür danke ich Ihnen sehr“, meint Kaiser kurz und bündig. Elf Unternehmen aus der Region haben einen Betrag in Höhe von 25 000 Euro gesammelt und dem Albert-Schweitzer-Familienwerk zur Verfügung gestellt. Beim Sturm Xavier im Oktober 2017 wurden nämlich drei Autos des Vereins so stark beschädigt, dass sie nicht mehr einsatzbereit waren. Dabei werden diese Fahrzeuge dringend für den Transport von Kindern mit Behinderung benötigt. Die Versicherungsleistungen reichen dabei für einen adäquaten Ersatz nicht aus. „Nun können wir mit dem Geld einen neuen Transportbus anschaffen, der bereits bestellt ist“, meint Holger Wahl, Geschäftsführer der Albert-Schweitzer-Familienwerke (ASF) Brandenburg. „Wahrscheinlich im Herbst können wir das neue Fahrzeug in Empfang nehmen. Das Fahrzeug ist rollstuhltauglich und mit einem sogenannten Linearlift und einer Rollstuhlrückhaltung ausgestattet, mit dem Rollstuhlfahrer problemlos ins Fahrzeug einsteigen können“, berichtet Kerstin Nowka, Personal- und Verwaltungsleiterin des ASF Brandenburg.

Für Corina und Bert Reifenstein war der Sturmschaden 2017 Anlass genug: „Hier mussten wir was tun. Als Unternehmen tragen wir Mitverantwortung für das Wohl der Menschen in der Region.“ Neben Terpe Bau waren auch langjährige Spender wie die Sparkasse Spree-Neiße, Griesbach Dienstleistungen GmbH, Erik Weber Immobilien und die Börner Transport und Handels GmbH dabei. Auch Erstspender wie die Elektro Vorwerk GmbH aus Kolkwitz oder die IK-Bau aus Cottbus gaben einen Betrag. Am Ende kamen rund 25 000 Euro zusammen, die bei der Anschaffung des 55 000 Euro teuren Neufahrzeuges helfen.

Roland Kaiser ließ es sich deshalb nicht nehmen, persönlich bei der Übergabe der Summe dabei zu sein. „Ich möchte mich für Projekte einsetzen, die den Schwächsten der Gesellschaft dienen. Die Projekte der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke tun genau das. Sie unterstützen Kinder und Familien, die Hilfe brauchen, begleiten sie im Alltag und sind Anlaufstelle in Not. Davon konnte ich mich bei meinen Besuchen vor Ort immer persönlich überzeugen, und das Engagement verdient meinen vollsten Respekt“, sagt Kaiser sichtlich gerührt. Der Schlagerstar unterstützt auf Nachfrage der RUNDSCHAU übrigens nicht nur das ASF, sondern noch rund neun weitere Vereine sowie Verbände. „Das ist wahrscheinlich meiner Historie geschuldet: Ich stamme auch aus einfachen Verhältnissen. Für mich sind solche Unterstützungen deshalb richtig wichtig“, meint Kaiser. Zwei Tage in der Woche beschäftigt er sich demnach mit seinem Engagement für die unterschiedlichsten Vorhaben. Der Kontakt nach Spremberg kam 2005 durch den heutigen Tafel-Chef Kai Noack zustande. Er organisierte 2005 noch die Jugendkonzertreihe anlässlich des „Perle-Cups“. Als Künstler trat damals Roland Kaiser auf, der von Noacks Engagement von Anfang an sehr angetan gewesen ist. Seither unterstützt Kaiser die Vorhaben des ASF und ist 2013 sogar zum Botschafter des Vereins ernannt worden. Seit 2015 tritt er zudem als Schirmherr der Cottbuser Tafel auf, die er am Freitag ebenfalls besuchte.