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Reuthen lockt Pferdefreunde

Am Samstagnachmittag präsentierten die Reitschüler den Gästen ein kleines Programm.
Am Samstagnachmittag präsentierten die Reitschüler den Gästen ein kleines Programm. FOTO: Martina Arlt/mat1
Reuthen. Zum sechsten "Tag der offenen Stalltür" drehte sich am Samstag auf dem Reuthener Reiterhof alles um die Vierbeiner. Seit 2011 sind Christin Noack-Kneffel und ihr Ehemann Martin auf diesem Reiterdomizil zu Hause, das seit 2016 den Namen "Ferdinandshof" trägt. Martina Arlt / mat1

Die Pferde stehen an so einem Tag im Mittelpunkt aller Aktivitäten, und so waren auch der Pferdezahnarzt Alexander Heyne aus Uhsmannsdorf und Hufschmied Marco Bötsch zu Gast.

Die Freunde des Pferdesportes hatten beste Gelegenheit, alle Fragen beim Fachmann zu stellen.

Mehr als 250 Besucher nutzten am Wochenende das tolle Sommerwetter für einen Ausflug nach Reuthen. 21 Mitglieder des Vereins "Ländliches Reiten und Fahren Ferdinandshof" und viele fleißige Helfer aus der Familie und Bekannte waren auf diesen Tag vorbereitet. Mehr als 40 Leute waren im Einsatz und sorgten sich an diesem Tag um das Wohl der Besucher. Spanferkel, selbst zubereitete Hamburger, hausgebackener Kuchen, Plinse und Erdbeerbowle gehörten zu den kulinarischen Angeboten.

Zu einem besonderen Höhepunkt des Tages gehörte die Fohlenschau auf der Koppel. In diesem Jahr erblickten die Lieblinge Lillyfee, Chador und Quintano in den Reuthener Gefilden das Licht der Welt.

"Wir züchten Hannoveraner und Deutsche Sportpferde. Im nächsten Jahr wird ein Reitponyfohlen von der Stute California auf unserem Hof erwartet. Jedes Jahr gibt es in der großen Pferdefamilie Nachwuchs", erzählt Martin Noack, der beruflich als Landwirt tätig ist. Auf dem Reitplatz zeigten die Reitschüler am Samstag hoch zu Ross, was sie in ihrem Training gelernt hatten. Im Rahmen des Reitunterrichtes gab es in Vorbereitung des Tages der offenen Stalltür mehrere Proben. Das Voltigieren, Quadrille reiten und Reiterspiele sorgten bei den Gästen für beste Unterhaltung. Gern sind die jungen Reiter auch bei Turnieren in Spremberg, Maust, Dissenchen und Lieberose mit von der Partie. "Im Vorfeld des Hoftages gab es drei Arbeitseinsätze auf unserem Areal. Zum Tag der offenen Stalltür möchten wir unseren Hof den Leuten präsentieren, die Landwirtschaft ein Stück näher bringen", erzählt Martin Noack. "Die Futtermittel wie Sommerhafer werden bei uns auf eigenen Flächen angebaut. Heu muss natürlich immer wieder gemacht werden. Immerhin werden bei uns 400 bis 500 Rundballen Heu im Jahr für alle Tiere benötigt. 33 Pferde, Ponys, Rinder, Schafe und Kaninchen fühlen sich auf unserem Hof wohl", fügt Noack hinzu.

Die heute 32-jährige Pferdewirtschaftsmeisterin Christin Kneffel, die aus Bagenz stammt, erfüllte sich mit ihrem Ferdinandshof einen Traum. Durch ihren Opa Ferdinand bekam sie damals als Kind die Liebe zu den Pferden vermittelt. Von ihrem eigenen Geld kaufte sie sich schon damals ein Pferd mit dem Namen Tony. Seit 2006 betrieb sie Landwirtschaft in Bagenz, bevor sie den Reuthener Hof übernahm.