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Spremberg
Rekordbeteiligung bei Maskenball

13 Bilder mit 64 Masken nahmen am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Haidemühl am 10. Maskenball teil – das war Rekordbeteiligung. Sieger des Abends war die Gruppe Ramba Samba am Zuckerhut.
13 Bilder mit 64 Masken nahmen am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Haidemühl am 10. Maskenball teil – das war Rekordbeteiligung. Sieger des Abends war die Gruppe Ramba Samba am Zuckerhut. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Insgesamt 64 Masken in13 Bildern traten bei Jubiläumsveranstaltung der Sellessener in Haidemühl an.

Das hätten wohl die Sellessener Dorfclubmitglieder selbst nicht geglaubt, dass ihre Maskenballidee vor zehn Jahren sich so erfolgreich entwickelt. Beim 10. Maskenball im Haidemühler Dorfgemeinschaftshaus platzte der Saal fast aus allen Nähten. Mehr als 300 Gäste verfolgten das Geschehen und hatten viel Spaß.

Die Teilnehmer aus dem „Sellessener Umland“ mussten mehr als zwei Stunden unter den Masken schwitzen, bevor zur Demaskierung aufgerufen wurde. Als Sieger des Abends ging das Maskenbild „Ramba Samba am Zuckerhut“ hervor. Auf Platz zwei folgte „Cleopatras Reich“ und Rang drei belegte der „Mäusealarm“.

Die Maskenvielfalt dürfte im kommenden Jahr kaum zu toppen sein. Schon dieses Mal wurde es auf der Tanzfläche ganz schön eng. Alle Masken waren einfach sehenswert; sei es die Sellessener Nachtwache, der Imker und die Honigdiebe, die Donkosaken oder Angie-de Muddi.

Da Gunnars Partyband aus Krankheitsgründen absagen musste, spielte das „Duo Joy“ aus Brieskow-Finkenheerd. In alt bewährter Form übernahm der Hornower Rüdiger Budek das Zepter als Maskenführer und hatte zu jedem Maskenbild den passenden Spruch auf den Lippen. Gern ist er dann auch selbst in Aktion und tanzte am Samstag mit den Donkosaken.

Eveline Schlodder aus Kahsel gehörte zu den Besuchern: „Wir kennen Maskenball, wir haben schon selbst in Drieschnitz mitgemacht“, sagte die 59-Jährige. „Aber dieser Maskenball hier in Haidemühl ist einfach toll, die Masken sind sehenswert. Eine Supersache, großes Lob den Organisatoren. Ich persönlich fand heute die Mäusefamilie sehr reizend.“

Doch bevor das lustige Treiben Samstagabend begann, hielt der Maskenführer wieder eine Überraschung bereit. Die Amateurtänzer Marlies und Hans Laatz, Grit und Thomas Sanden sowie Veronika und Joachim Dubau legten eine tolle Sohle auf das Parkett. Sogar ein „Schweinetango“ wurde gezeigt. Veronika und Joachim Dubau tanzen in ihrer Freizeit und sind nun oft in Weißwasser und Cottbus auf dem Parkett zu finden.

Barbara Franke gab einen geschichtlichen Rückblick zur Tradition des Maskenballs aus frühen Zeiten.Der Dorfclub gründete sich im Jahr 2011. Bei ihren kulturellen Aktivitäten werden die Clubmitglieder stets im Dorf auch von den anderen Vereinen wie der Volkssolidarität, der Feuerwehr, der Sportgemeinschaft Grün-Weiß und der Jagdgruppe, unterstützt. Die 26 Mitglieder des Sellessener Dorfclubs unter Regie von Frank Hoffmann hatten an diesem Abend alle Hände voll zu tun, damit alles reibungslos abläuft. Auch die gastronomische Bewirtung hatten sie im Griff.

„Die ersten Maskenballveranstaltungen wurden unter Regie der Feuerwehr durchgeführt. Später übernahm der Dorfclub die Organisation. Es ist die Erhaltung der Traditionen auf dem Dorf, die wir uns auf die Fahne geschrieben haben“, sagt Christina Vatter, die selbst mit ihrem Mann Heinz mehrmals unter einer Maske steckte. Ihre Maskenbilder waren beispielsweise „Mutter Erde, Sonne, Mond und Sterne“, „Goldene Gans-Rettet den Euro“ oder „Lausitzer Originale – Pellkartoffeln und Quark“. Bereits im Herbst werden Ideen gesammelt, dann im stillen Kämmerlein gebastelt und gewerkelt. „Die Gardinen werden zugezogen, damit auch keiner hineinschauen kann. Denn es sind ja oft große Teile, die gebaut werden müssen“, erklärt Christina Vatter.

Als nächstes gehen die Sellessener auf Zampertour am 24. Februar. Am 17. März laden sie zum Zampertanz ein. Weitere Feste sind das Maibaumstellen und das Winzerfest.