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| 14:18 Uhr

Ferienangebot
Reitferien auf dem Reuthener Ferdinandshof erleben

Die Teilnehmer der Reitferien: Phio Max, Nelly, Samira und Zoe. Organisiert werden diese Ferien von der Inhaberin des Ferdinandshofes Christin Noack-Kneffel (links-hinten).
Die Teilnehmer der Reitferien: Phio Max, Nelly, Samira und Zoe. Organisiert werden diese Ferien von der Inhaberin des Ferdinandshofes Christin Noack-Kneffel (links-hinten). FOTO: Arlt Martina
Reuthen. Große und kleine Pferdeliebhaber aus der Region lernen von Pferdewirtin Christin Noack-Kneffel den Umgang mit den sanften Vierbeinern.

Wenn die Sommerferien näher rücken, dann warten schon viele Mädchen und Jungen darauf, an den Reitferien teilzunehmen. Denn seit sechs Jahren bietet Christin Noack-Kneffel vom Ferdinandshof Reuthen in der warmen Jahreszeit diese Ferienangebote an. Da sie in der Nähe der brandenburgisch-sächsischen Grenze liegt, organisiert sie jedes Jahr sieben Wochen Reitferien, da die langen Ferien etwas zeitlich unterschiedlich gelagert sind.

In diesen Tagen gehörten die Pferdeliebhaber Nelly (9) und Zoe (10) aus Döbern, Samira (10) aus Friedrichshain und Phio Max (10) aus Groß Kölzig zu den Teilnehmern. „Meist kommen so sechs Kinder zwischen sieben und 16 Jahren für eine Woche zu uns“, erzählt Pferdewirtschaftsmeisterin Christin Noack-Kneffel. Viele Kinder stammen aus der Region. „Bei uns geht es sehr familiär zu. Die gesamte Feriengestaltung steht im Zeichen der Pferde“, so Christin Noack-Kneffel. Dazu gehöre natürlich nicht nur das Reiten der Pferde, denn auch das Ausmisten der Ställe gehöre zum Alltag auf einem Reiterhof. „Abends gehen die Kinder mit meinem Mann Martin im Hühnerstall Eier abnehmen oder sie füttern die Kaninchen“, verrät die Pferdewirtin. „Bei uns dreht sich alles besonders um das Wohl der Pferde, allen Tieren soll es gut gehen.“

Auf dem Gelände in Reuthen ist auch Hofhund „Hummel“ immer mit von der Partie und darf nichts verpassen. „Bei schönem Wetter halten wir uns oft auf dem Reitplatz auf“, sagt Teilnehmerin Samira. „Dann probieren wir uns beim Longieren aus.“ Das sei gar nicht so einfach, denn die Peitsche sei schwerer als gedacht. „Es sieht immer alles so locker aus. Doch wenn man es selbst ausprobieren möchte, merkt man erst, wie schwierig es ist“, sagt die Pferdeliebhaberin. Darüber hinaus lernt sie in ihren Ferien wichtige Dinge zur Anatomie der Pferde. Außerdem gibt es Ausflüge ins Spremberger Kino oder die Gruppe fährt mit der Ponykutsche zur Confiserie Felicitas. Kommen Regentage, wird auch einmal eine Cd eingelegt. Doch es gab auch schon eine Modenschau mit Pferden, da wurden die Vierbeiner „herausgeputzt“. 

Auf dem Reiterhof in Reuthen fühlen sich 40 Pferde wohl, darunter auch vier Fohlen. Eine Rarität unter den Tieren in Reuthen ist das selbst gezüchtete erste deutsche Reitpony „Glücksmarie“ in der Farbe Cremello und mit blauen Augen. Mit diesem Nachwuchs, der fast vier Monate alt ist, ging es bereits zu Fohlenschauen, wo die Glücksmarie sehr erfolgreich war. Im Juli vergangenen Jahres machten sich Christin Noack-Kneffel und Ehemann Martin mit ihrer „Glücksmarie“ auf den Weg nach Prussendorf zum Verbandchampionat des Pferdezuchtverbandes Brandenburg/Anhalt. Im Juni gewann der Vierbeiner in Neustadt/Dosse bereits die Qualifikation zum deutschen Fohlen Championat. Die Besten der Besten werden sich nun in Lienen präsentieren, wo sich auch das Reuthener Ehepaar wieder auf den Weg macht. Natürlich erhoffen sie sich einen vorderen Platz mit ihrer „Glücksmarie“.

So kommt auf dem Ferdinandshof in Reuthen keine Langeweile auf. Denn schon in dieser Woche reisen die nächsten Ferienkinder an. „Es gibt viele Interessenten für die Reitferien. Pro Woche könnten sich vielleicht noch ein bis zwei junge Reitfreunde zu uns gesellen“, sagt Christin Noack-Kneffel und wirft einen Blick in den Kalender.  In der Woche vom 5. bis zum 10. August habe der Hof noch freie Kapazitäten für fortgeschrittene Reiter. „Auf Wunsch kann man auch das eigene Pferd mitbringen“, ergänzt Christin Noack-Kneffel, die seit 2011 den Reiterhof betreibt. Stets ist sie mit ihrem Mann bemüht, das Anwesen zu modernisieren. Bauprojekte stehen immer wieder an. Auch die Ferienwohnung soll ausgebaut werden. Dann wird es auch möglich, in den Winterferien Ferienkinder einzuladen.

Der Verein „Ländliches Reiten und Fahren – Ferdinandshof“ zählt derzeit 22 Mitglieder und wird von Christin Noack-Kneffel geleitet.

(mat)