Mit Spannung erwarten viele Lausitzer den Besuch der Komission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung in der Lausitz. Am Donnerstag, 11. Oktober, ist es so weit. Die Kommission, in der Politiker, Umweltverbände, Wirtschaftsvertreter und regionale Fürsprecher mitarbeiten, soll einen Plan für Deutschlands Ausstieg aus der Kohle-Verstromung entwerfen.

Rundreise: Nach Informationen der RUNDSCHAU ist eine Revierfahrt geplant, die zu folgenden Standorten in der Region führen soll. Eingeplant ist der Besuch des Tagebaus in Welzow und auch von Orten, an denen sichtbar wird, welche Wirtschaftszweige die Region außer der Energiewirtschaft prägen. So erhalten die Kommissionsmitglieder Einblick in den Tourismus im Seenland, in die Glasproduktion in Spree-Neiße und besuchen eine Maschinen­teile-Gießerei im Kreis Bautzen.

Regierungschefs: Sowohl Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) als auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begleiten den Ausflug der Kohle-Kommission. „Das ist ein starkes Signal“, sagte Woidkes Sprecher Florian Engels der RUNDSCHAU am Freitag. Es gehe darum, in der Lausitz zu vermitteln, was bereits eine Erfolgsgeschichte und was künftig notwendig sei. Dazu zählten eine gute Infrastruktur wie eine zweigleisige Bahnstrecke von Berlin über Cottbus nach Görlitz und ein Forschungsstandort in der Lausitz für Speichertechnologie.

Von Sachsen nach Brandenburg: In Weißwasser wollen beide Ministerpräsidenten zunächst gemeinsam Erklärungen abgeben. Dann fährt die Kommission weiter durch die Region. In Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) im Seehotel am neuen Hafen ist ebenfalls ein Halt eingeplant.

Cottbus/Jänschwalde

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