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Redaktionsräume der „Lausitzer Rundschau“ in Spremberg erneut attackiert

Erneut ist die RUNDSCHAU-Redaktion in Spremberg mit Naziparoeln beschmiert worden. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Erneut ist die RUNDSCHAU-Redaktion in Spremberg mit Naziparoeln beschmiert worden. Die Kriminalpolizei ermittelt. FOTO: Rene Wappler
Spremberg/Cottbus. Erneut haben Unbekannte das Redaktionsgebäude der „Lausitzer Rundschau“ sowie Wahlplakate in Spremberg (Spree-Neiße) mit rechten Parolen beschmiert. Laut Polizei wurden am Freitagmorgen Hakenkreuze sowie antisemitische Sprüche an den Fensterscheiben der Redaktion entdeckt. (dpa/bb)

„Diese Einschüchterung funktioniert bei uns ganz und gar nicht. Wir dulden es absolut nicht, zu versuchen, auch nur in irgendeiner Weise die Meinungsfreiheit einzuschränken“, sagte Chefredakteur Johannes M. Fischer in einer ersten Reaktion der Nachrichtenagentur dpa. Dies sei innerhalb von zwei Jahren der dritte Übergriff dieser Art auf die Redaktion in Spremberg.

So wurde 2012 die Lokalredaktion mit Tierblut und Innereien besudelt. Die Zeitung hatte zuvor über einen Neonazi-Aufmarsch vor dem städtischen Bismarckturm berichtet. Der Angriff sorgte bundesweit für Aufsehen. „Die Lausitz ist trotz der Übergriffe eine Region mit offenen und toleranten Menschen“, betonte Fischer. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt.