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Rathaussprecher warnt vor Füttern der Nutria

Spremberg. Vor dem Füttern der Biberratten an der Spree warnen die Mitarbeiter des Spremberger Rathauses. Zwar ist das Aufpäppeln der Tiere an der Wendenstraße, am Weißen Wehr, der Hammerlache und der Poststraße vor allem im Frühling beliebt. René Wappler

Doch Rathaussprecher Alexander Adam gibt zu bedenken: "Dabei sind die vorwiegend dämmerungsaktiven Tiere fast reine Vegetarier, die in der Natur ausreichend Nahrung wie Blätter, Stängel oder Wurzeln von Wasserpflanzen finden." Unnötig sei deshalb das Füttern mit Gemüse oder gar Brot - das für die Tiere nicht geeignet ist. Durch das Futter könnten auch andere Tiere wie Ratten angelockt werden. Zudem führten Futterreste zu Faulprozessen im Wasser.

Der Spremberger Rathaussprecher Alexander Adam weist darauf hin, dass Nutria kaum natürliche Feinde haben, sich also nahezu ungebremst vermehren und auch zur Plage werden können, indem sie den Untergrund durchwühlen und Uferböschungen zerstören. Vor diesem Hintergrund sei das Füttern der Biberratten als falsch verstandene Tierliebe zu bewerten.