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| 02:54 Uhr

Raik Nowka zieht in den Landtag ein

CDU-Wahlsieger Raik Nowka (hinten) freute sich zusammen mit seiner ganzen Familie über das – wenn auch knappe – Wahlergebnis: Auf dem Foto sind seine Frau Kerstin mit den Kindern Luise, Gustav und Helena sowie die Eltern Karin und Wolfgang Nowka zu sehen.
CDU-Wahlsieger Raik Nowka (hinten) freute sich zusammen mit seiner ganzen Familie über das – wenn auch knappe – Wahlergebnis: Auf dem Foto sind seine Frau Kerstin mit den Kindern Luise, Gustav und Helena sowie die Eltern Karin und Wolfgang Nowka zu sehen. FOTO: Würz
Spremberg. Der Wahlkreis 42 mit Spremberg, Welzow, Döbern-Land und Neuhausen wird künftig von einem CDU-Mann im Brandenburger Landtag vertreten. Raik Nowka hat am gestrigen Wahlsonntag mit einem knappen Vorsprung von nur 117 Stimmen vor dem SPD-Kandidaten Jörg Rakete das Direktmandat erkämpft. Bei der Zweitstimme liegt jedoch die SPD deutlich vorn. Catrin Würz

Spannender hätte dieser Wahlabend auch nicht mit Sonntagskrimi sein können: Die Auszählung der Erst- und Zweitstimmen für die Landtagswahl gestaltete sich als zweistündiges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem 39-jährigen Grausteiner Raik Nowka (CDU) und SPD-Mann Jörg Rakete (40) aus Döbern. Am Ende konnte Nowka 5616 Stimmen und damit 29,03 Prozent der Wählergunst auf sich vereinen. Für Jörg Rakete reichten die 5499 Kreuze (28,43 Prozent) nicht für den Einzug in den Landtag. "Klar sind wir enttäuscht nach so einer knappen Niederlage", sagte er am Abend. Dennoch brauche sich die SPD mit ihrem Ergebnis in der Region nicht zu verstecken, ergänzte er. In Welzow, Neuhausen/Spree und Döbern-Land hat Jörg Rakete jeweils einen deutlich größeren Stimmenanteil als sein CDU-Herausforderer auf sich vereinen können, in Spremberg und in den acht Briefwahlbezirken hatte Nowka die Nase vorn.

"Ich freue mich, dass unser sach- und themenbezogener Wahlkampf, bei dem mich viele unterstützt haben, bei den Menschen offenbar gut ankam", erklärte Wahlsieger Raik Nowka gestern Abend stolz. Der Grausteiner feierte den Einzug ins Landesparlament im Kreise von Verwandten, Freunden und Parteiunterstützern auf dem eigenen Grundstück zusammen mit dem Geburtstag seiner Frau Kerstin. Der "Politik-Newcomer" steht mit seinem persönlichen Wahlergebnis gegen den landesweiten Trend: Denn das Zweitstimmen-Ergebnis zeigt auch im Süden Brandenburgs, dass die SPD mit 38 Prozent weiterhin klar die meisten Wähler hinter sich vereinen kann.

Als Verlierer dieser Wahl muss sich die Partei Die Linke betrachten. Direktkandidat Andreas Paul Mekelburg aus Friedrichshain konnte 3238 Stimmen (16,74 Prozent) auf sich vereinen - fast nur halb so viel wie vor fünf Jahren Birgit Wöllert, die 2009 das Landtags-Direktmandat erhielt. Enttäuschend sei für ihn das starke Abschneiden der Alternative für Deutschland, erklärte Mekelburg am Wahlabend.

Der AfD-Direktkandidat Detlef Fabian errang 11,61 Prozent der Stimmen. Jeweils nur einstellige Ergebnisse erzielten Eberhard Brünsch für BVB/Freie Wähler (4,74 Prozent), Hannelore Wodtke für Bündnis 90/Die Grünen (4,73 Prozent) und FDP-Kandidatin Meike Holtsch (1,29 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag im Wahlkreis bei knapp 52 Prozent. In der Stadt Spremberg kamen jedoch nur 48,9 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung.