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| 02:37 Uhr

Qualm stört Menschen auf beiden Seiten der Grenze

Forst. Qualm macht an Landesgrenzen nicht halt. Ein Fakt, dessen Auswirkungen die Forster Bürger in dieser Woche zu spüren bekamen. kkz

An mehreren Tagen in Folge stank es nach verbrannter Plaste. Der Qualm stammte vom Brand auf dem Lagerplatz einer polnischen Recyclingfirma, bei der sich vor über drei Wochen Kunststoff entzündet hatte. Das Feuer ist zwar unter Kontrolle, wird aber nach Einschätzung der Feuerwehr Zary noch einige Wochen schwelen. Sorgen um die Gesundheit und die Folgen für die Umwelt mobilisierten in Forst am Donnerstag etwa 50 Bürger und einzelne Stadtverordnete. Bis zum nächsten Mittwoch will man sich jeden Abend 18 Uhr vor der Stadtkirche treffen. Ziel sei es, so Wortführer Johann Staudinger vom BUND Cottbus, mit dem Landrat ins Gespräch zu kommen und eine Offenlegung der Messdaten zu erreichen. Mit ihren Bedenken sind die Forster nicht allein. Thomas Burchardt, Stadtverordneter und Mitglied der "Klinger Runde", hat enge Kontakte zur polnischen Initiative "Tagebau nein - Entwicklung ja". Wie er berichtet, gibt es auch in Polen Menschen, denen der Gestank Sorgen bereitet und die von ihrem Bürgermeister Erklärungen einfordern. Außerdem will man bei einem gemeinsamen Treffen am Montag über das weitere Vorgehen beraten.