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| 13:56 Uhr

Welzow/Spremberg
Pulsberger Brücke fehlt den Welzowern

 Die Brücke ist so marode, dass sie durch eine neue oder einen Bahnübergang ersetzt werden muss. Seit drei  Jahren ist sie gesperrt.
Die Brücke ist so marode, dass sie durch eine neue oder einen Bahnübergang ersetzt werden muss. Seit drei  Jahren ist sie gesperrt. FOTO: Detlef Bogott
Welzow/Spremberg. Bürgermeisterin Birgit Zuchold will das Problem erneut mit Spremberger Amtskollegin Christine Herntier besprechen. Von Annett Igel-Allzeit

Die Pulsberger Brücke ist seit 2016 gesperrt. Sie hat es mit ihren gravierenden Mängeln 2016 nicht mehr durch die Brückenprüfung geschafft. Doch die Umwege, die gefahren werden müssen, mehr Zeit und mehr Spritgeld kosten, stören nicht nur viele Spremberger. Auch die Welzower diskutierten die Pulsberger Brücke in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

Spremberg ist nach einer Vereinbarung mit dem Bergbausanierer Baulastträger der Brücke. Das Übernahmeprotokoll stammt aus dem Jahr 2013. Bauingenieur Matthias Nauck kaum bei der Erläuterung der Mängel im Herbst 2018 nicht ohne Worte wie „gravierend“ und „Wahnsinn“ aus. Drei Varianten legte er für den Ersatz vor: von einer neuen Brücke für über 2 Millionen Euro bis zu einem Bahnübergang, dessen Bau 743 000 Euro kosten soll. Hinzu kommt, dass das Bergbauunternehmen Leag die Kohlebahngleise, über die die Brücke führt, veraussichtlich nur bis 2033 braucht. Eine neue Brücke, die nach 13 Jahren ausgedient hätte?  Im Frühjahr hatte die Spremberger Verwaltung ins Stadtparlament eine Beschlussvorlage eingebracht, in der sie den Abriss der Brücke erwägt.

Bianka Scharf, für die Bürgerinitiative Zukunft Welzow/Proschim neu im Stadtparlament, weiß, dass Welzower inzwischen ihre Einkäufe in Großräschen erledigen. Deshalb versteht sie nicht, warum Spremberg nicht handelt: „Es arbeiten viele Welzower in Spremberg, wir kaufen dort ein, besuchen Ärzte. Das spült Geld in die Kassen“, sagt sie. Birgit Zuchold nickt. „Allerdings hat Spremberg mit dem Schwimmhallenbau und der nötigen Erweiterung ihrer Oberschule andere Prioritäten“, gibt Birgit Zuchold zu bedenken. Sie will beim nächsten Treffen mit Christine Hertier aber die Pulsberger Brücke erneut ansprechen.    

 Bianka Scharf fordert Gespräche der Stadt Welzow mit Spremberg zur Pulsberger Brücke.
Bianka Scharf fordert Gespräche der Stadt Welzow mit Spremberg zur Pulsberger Brücke. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
 Die Brücke ist so marode, dass sie durch eine neue oder einen Bahnübergang ersetzt werden muss. Seit drei  Jahren ist sie gesperrt.
Die Brücke ist so marode, dass sie durch eine neue oder einen Bahnübergang ersetzt werden muss. Seit drei  Jahren ist sie gesperrt. FOTO: Detlef Bogott
 Bianka Scharf fordert Gespräche der Stadt Welzow mit Spremberg zur Pulsberger Brücke.
Bianka Scharf fordert Gespräche der Stadt Welzow mit Spremberg zur Pulsberger Brücke. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit