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| 16:45 Uhr

Mühlenfest in Hornow
Pückler geht in Hornow auf Brautschau

Unterhielt die Gäste vorzüglich - Ronne Noack ging als Fürst Pückler auf Brautschau.
Unterhielt die Gäste vorzüglich - Ronne Noack ging als Fürst Pückler auf Brautschau. FOTO: Detlef Bogott
Hornow. Die 242 Jahre alte Hornower Mühle ist am Pfingstmontag abermals Besuchermagnet gewesen.

In diesem Jahr wurde das 8. Mühlenfest mit einem Freiluftgottesdienst eröffnet. Mit einer Danksagung erinnerte Pfarrer Christoph Otto auch an dem im März diesen Jahres verstorbenen Willi Langner (82). Willi Langner hatte einst bei  Irene Nitschkes Vater Helmut Noack gelernt und ging später zu dessen Bruder Martin an die Cantdorfer Mühle. Bis 1963 hatte die Hornower Mühle das Korn der Bauern gemalen, 1967 wurde sie außer Betrieb gestellt. Willi Langner hat sein Fachwissen bei Mühlentagen in den vergangenen Jahren gern weitergegeben.

Neben den traditionellen Führungen, die während der gesamten Zeit regelmäßig stattfanden, trat Ronne Noack als Fürst Pückler mit seinem Programm ,,Fürst Pückler auf Brautschau“ auf.

An einigen Ständen rund um die Mühle gab es regionale Produkte zu kaufen. So gab es Spanferkel und leckeres vom Aschenbrennerhof. Frischen Spargel und Erdbeeren bot Ralf Nagork von seinem Hof in Bohsdorf. Edgar Kleemann hatte Honig in verschiedenen Variationen im Angebot. Holzkunst präsentierten die Hornower Inka und Dagobert Metho. Der Mühlenverein Hornow präsentierte eine kleine Pflanzbörse und Niklas Handschag einen Bücherstand. Etwa 30 Leute waren rund um den Tag ehrenamtlich beschäftigt, so Mühleninhaberin Irene Nitschke. Sie freut sich in diesem Jahr besonders über die Parkflächen gegenüber der Mühle, die Familie Dörry extra für das Mühlenfest hergerichtet  hatten und die Fahrzeuge somit sicherer geparkt werden konnten. Sie standen nicht mehr unmittelbar an der L 48. Ab 15 Uhr übernahm dann bei Kaffee, Kuchen und Plinsen, die der Mühlenverein anbot, der Hornower Posaunenchor die musikalische Unterhaltung der Gäste. Die Stimmung war prächtig, das Wetter konnte besser nicht sein. Zum Konzert des Hornower Posaunenchores war das Areal rund um die Mühle wieder voller Gäste und somit super besucht. So um die 900 Besucher kamen über den Tag schätzte Irene Nitschke ein.

Die Hornower Mühle wurde im Jahr 1776 als Bockwindmühle gebaut und 1929/30 zur Motormühle umumgerüstet, mit vollständiger Technik zur Getreideverarbeitung als Zwei-Passagen- Anlage, mit Walzstuhl, Plansichter und ruhender Schauanlage. Zwar fehlen der Mühle längst die Flügel und sie wurde im unteren Bereich befestigt, ist aber im Inneren noch gut erhalten. Besucher bekamen unter anderen die ganze Reinigungsstrecke, die Walzstühle und das Mehlaussieb zu sehen.