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| 14:53 Uhr

Hoffest
Hand in Hand fürs Dorf

Der Spielmannszug Bluno gestaltete das Hoffest musikalisch.
Der Spielmannszug Bluno gestaltete das Hoffest musikalisch. FOTO: Detlef Bogott
 Proschim. Proschimer gestalten ihr Fest gemeinsam mit abwechslungsreichem Programm.

Sie verstehen es zu feiern und sind traditionsbewußt: Der Ortsbeirat und  die Vereine sowie die Feuerwehr hatten am Wochenende in Proschim zum traditionellen Dorffest eingeladen.

Alles begann mit einem Eröffnungs-Gottesdienst am Samstag in der Kirche. Am Abend waren alle Dorfbewohner und Gäste herzlich zum Tanzabend im Kulturhaus eingeladen.

Der Sonntag begann ab 11 Uhr mit dem Frühschoppen auf Wuskens Hof. Für die richtige Stimmung sorgte der Spielmannszug Bluno, welcher später von den Welzower Blasmusikanten abgelöst wurde. Die Proschimer Landfrauen erwarteten die Gäste zur Kaffeetafel mit frischem Kuchen aus dem Backofen. Unübertrefflich gut waren auch wieder die Brote aus dem alten Ofen, die mit glühender Leidenschaft gebacken wurden. Der Verein Traditionelle Landtechnik und bäuerliche Lebensart Proschim  zeigte nicht nur seine Landtechnik, der mit viel Liebe und Hingabe neues Leben eingehaucht wurde – die Vereinsmitglieder sorgten sich auch um das kulinarische Wohl der Gäste. Die Erbsensuppe mit Bockwurst aus der Feldküche war eine Köstlichkeit. Deftiges vom Grill kam vom Reitverein Proschim. Natürlich stammten die Bratwurst und die Steakes von der Proschimer Landfleischerei.

Einst befand sich an dieser Stelle der Backofen von Mattheus Schlodder aus dem Jahre 1879. Die alten Feldsteinmauern und eine Tafel erinnern an den Proschimer, der von 1834 bis 1909 unter dem Pseudonym ,,Professor“ in die Dorfgeschichte einging.

Wie in den Jahren zuvor hatte der Reitverein Proschim auch zu Kutschfahrten eingeladen. Für Kinder stand das Ponyreiten auf dem Programm. Kreative Ideen brachten die Mitarbeiterinnen der Interessengemeinschaft Kinderferien Hoyerswerda mit. An ihrer Mal- und Bastelstraße konnten Armbänder aus Glitzersteinen gebastelt werden. Dekosteine in Beton gegossen als kleine Platten waren etwas ganz Neues und können als Dekoration in Gärten ein kleiner Hingucker sein.

Am Glücksrad hatten die kleinen Besucher natürlich mit dem Quäntchen Glück tolle Preise zu gewinnen. Die Landfrauen in ihren traditionellen Trachten verinnerlichten ein Lebensmuster des sorbisch- wendischen Kulturlebens im Ortsteil Proschim.

Am 31. August gibt es um 18 Uhr im Kulturhaus Proschim  einen Vortrag zum ,,Strukturwandel in der Lausitz“. Über die Ursachen und Folgen des derzeitigen Klimawandels wird Daniel Klingelfeld vom Potsdam- Institut für Klimaforschung berichten.

(dbo)