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Projekt Filmernst hat es schwer in Spremberg

Spremberg. Das Projekt Filmernst gastiert am Mittwoch, 21. Juni, erneut mit zwei Beiträgen im Spremberger Spreekino. René Wappler

Allerdings lässt die Zahl der Anmeldungen aus den Schulen der Stadt noch zu wünschen übrig, wie die Organisatoren feststellen.

So erläutert der Projektleiter Jürgen Bretschneider: "In Städten wie Eberswalde und Prenzlau erfreuen wir uns mit unserem Programm stets einer starken Nachfrage - in Spremberg hingegen gestaltet sich die Werbung immer etwas mühsam." Darüber wundert er sich vor allem, weil sich die Mitarbeiter der Schulen selbst einst darum beworben hatten, in das Filmernst-Programm aufgenommen zu werden.

Als ersten Film zeigen die Projektmitarbeiter am 21. Juni um 9 Uhr die Dokumentation "Nicht ohne uns". Laut Inhaltsangabe handelt es sich um "eine Entdeckungsreise rund um den Globus", die das Leben von 16 Kindern aus 14 Ländern beleuchtet. So erzählen die Protagonisten "von ihrem Schulweg und den häuslichen Pflichten, von Erwartungen und Verantwortung, von Heimat und Glück". Für diesen Film haben sich bislang zwölf Schüler und zwei Lehrkräfte aus Spremberg angemeldet. In anderen Städten zählte er jedoch im Schnitt 50 Besucher pro Vorstellung, wie Jürgen Bretschneider berichtet.

Für den zweiten Film, die deutsche Abenteuerkomödie "Offline - das Leben ist kein Bonuslevel", am gleichen Tag um 10 Uhr im Programm des Spreekinos, gibt es bisher noch gar keine Anmeldungen - obwohl sie die Welt der Internetspiele beleuchtet und somit die Zielgruppe der Schüler ansprechen dürfte. Jürgen Bretschneider räumt ein, an Konsequenzen gedacht zu haben: "Wir haben sogar einen Moment lang überlegt, Spremberg künftig ganz aus unserem Programm herauszunehmen, aber uns dann dagegen entschieden - auch wegen der engagierten Mitarbeiter des Spreekinos, die sich enorm für unser Projekt einsetzen."