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| 16:44 Uhr

Sicherheits-Aktion in Spremberg
Polizei rät zu hochwertigen Schlössern

Zehn Prozent vom Kaufpreis eines Fahrrades gelten als eine angemessene Anschaffungssumme.

Allein in der ersten Stunde haben die Mitarbeiter der Polizei 20 Fahrräder kodiert. Eine Menschenschlange bildete sich am Donnerstag auf dem Spremberger Marktplatz. Elfriede Teschner aus Spremberg zählte zu den Besuchern, die das Angebot nutzten. „Mein Fahrrad habe ich eben erst gekauft.“ 3500 Kilometer hat dagegen Helfried Günzel bereits mit seinem Fahrrad zurückgelegt. „Ich lasse es zur Sicherheit mal kodieren“, sagte er.

Polizeioberkommissar André Schwella studierte ausgiebig die Quittung, die ihm eine weitere Frau aus Spremberg vorlegte. 571,93 Euro hatte das Fahrrad gekostet, das sie zur Kodierung mitbrachte, neun Euro das Schloss dazu. „Es gibt hochwertigere Schlösser“, sagte der Polizeibeamte. „Wir empfehlen, zehn Prozent des Kaufpreises vom Fahrrad dafür auszugeben.“

Drei Fragen richten Besucher der Kodierungen immer wieder an die Fachleute. Wie weit der Code ins Metall geschlagen wird? 0,2 Millimeter. Was ist, wenn der Besitzer umzieht? Die frühere Adresse bleibt beim Einwohnermeldeamt gespeichert, wo die Polizei nachfragen kann. Warum ist ein Eigentumsnachweis nötig? Dafür nennt André Schwella ein Beispiel: „Ein Mann hat bei einem Bestellcenter ein Fahrrad geordert, aber dann falsche Papiere bekommen.“ Dann werde nicht kodiert.

Die nächste Kodierung in Spremberg findet am 13. September auf dem Marktplatz statt.