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Inspektion auf Grundstück in Wolfshain
Polizei glaubt an Sturmschaden

Tschernitz. Wolfshainer Hauseigentümer widerspricht der Annahme der Beamten. René Wappler

Unterschiedlich äußern sich Polizeibeamte und der Hauseigentümer zu einem Fall, bei dem in Wolfshain eine Solaranlage auf dem Dach zerstört wurde. Lutz Storp hatte am Mittwoch beklagt, dass zum wiederholten Male Randalierer Schaden auf seinem Grundstück angerichtet haben sollen. Doch Torsten Wendt von der Pressestelle der Polizei führt eine andere Variante ins Feld: So gehen die Beamten nach einer Besichtigung davon aus, dass eine Gehwegplatte Teile der Solaranlage zerstört hat. Ihre Annahme lautet: Ein Sturm wehte die Platte vom Schornstein, den sie vorher bedeckt hatte, woraufhin sie auf den Solarmodulen landete.

Allerdings widerspricht der Hauseigentümer dieser Darstellung vehement. So sagt Lutz Storp: „Zwar hatte ich mit der Platte den Schornstein wirklich mal abgedeckt, aber das ist länger als ein Jahr her.“ Gegen die Vermutung der Polizei spreche außerdem der Umstand, dass mehrere Solarmodule zerstört wurden, die nicht nebeneinander auf dem Dach liegen. „Dafür müsste die Platte ja regelrecht hin- und hergesprungen sein“, erklärt Lutz Storp. „Kein Sturm schafft so etwas.“ Er bleibt dabei, dass Randalierer gewütet haben – und das nicht zum ersten Mal. Zwar stehe das Haus leer, aber er wolle es „radikal umbauen“. Deshalb ärgere es ihn auch, „dass dort innerhalb der vergangenen zwei Jahre bestimmt schon fünf Mal eingebrochen wurde“, wie er sagt. Nun ist ein klärendes Gespräch zwischen ihm und den Fachleuten der Polizei geplant, wie auch Torsten Wendt von der Pressestelle bestätigt.

Im ersten Bericht hieß es fälschlicherweise, Lutz Storp habe zunächst vergeblich versucht, die Polizei in Forst und Guben zu erreichen. Es handelte sich jedoch um die Polizei in Forst und Döbern. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.