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| 18:53 Uhr

Noch kein Verdächtiger gefasst
Ermittlung zu Brandserie in Spremberg geht weiter

Die Brandserie hat viele Spremberger geschockt. Die Ermittlungen laufen weiter.
Die Brandserie hat viele Spremberger geschockt. Die Ermittlungen laufen weiter. FOTO: Frank Hilbert
Spremberg. (ani) Zur Brandserie in der Nacht zum 9. Juni in Spremberg wird noch immer intensiv ermittelt. Das bestätigt Polizeisprecher Ralph Meier auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Von einem mutmaßlichen Täter, der wegen eines dringenden Tatverdachts festgenommen werden konnte, kann die Polizei allerdings noch nicht sprechen.

 „Bei insgesamt 13 Brandstellen an elf Orten in jener Nacht in der Spremberger Innenstadt ist der Ermittlungsaufwand auch entsprechend hoch“, sagt Ralph Meier. Zudem gab es eine Reihe Zeugenaussagen. Einige haben sogar berichtet, dass sie gesehen haben, dass jemand weggerannt sei.

Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) geht davon aus, dass der Täter oder die Brandstifter „mit Sicherheit einen Plan verfolgt“ haben. Sie sprach zwei Tage nach der Nacht, die so viele Spremberger schockiert hatte, von „Brandanschlägen“. Der oder die Täter hätten in Kauf genommen, dass Menschen in Gefahr geraten.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten kaum ein Feuer erreicht, als ihnen das nächste gemeldet wurde. Es brannten 23 Müllcontainer und ein Motorrad – unter anderem in der Seilergasse und am Kirchplatz. Eine 50-jährige Frau wurde wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung behandelt. Scheiben zersprangen, der Ruß an Hauswänden erinnert noch immer an jene Nacht. Bürger, die Hinweise haben, können sich weiterhin an die Polizei wenden.