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Polizei berät zur Sicherheit von Häusern und Wohnungen
In fünf Tagen beginnt die Saison der Einbrecher

Spremberg. Experte André Schulla von der Beratungsstelle der Polizei informierte in Spremberg. René Wappler

In fünf Tagen beginnt die Hochsaison der Einbrecher. Sobald die Uhr zur Winterzeit eine Stunde zurückgestellt wird, steigt die Zahl solcher Delikte. Das berichtet Polizeioberkommissar André Schulla, der am Dienstag im Spremberger Bürgerhaus einen Informationsstand eingerichtet hatte. Dort lag Material zum besten Schutz vor Einbrechern aus.

Laut Statistik der Polizei dringen die Täter besonders gern zwischen 18 Uhr und 20 Uhr in Häuser ein, und zwar in der Zeit von November bis Mai. Nur in den Sommermonaten halten sie sich etwas zurück. in 80 Prozent der Fälle gelangen sie durch die Fenster in Einfamilienhäuser. Dort befinden sich nämlich oft die Schwachstellen, wie der Polizeibeamte erläutert. „Ein Rollzapfensystem lässt sich innerhalb von Sekunden öffnen“, sagt André Schulla. „Wir empfehlen deshalb stets den Einbau eines Pilzkopfsystems, das sich als sicherer herausgestellt hat.“

Die Mitarbeiter der Polizeiberatungsstelle bieten den Eigentümern von Wohnungen und Häusern an, sich kostenlos bei ihnen daheim umzuschauen und zu analysieren, wie sie sich besser vor Einbrechern schützen können. Einem Trugschluss unterliegen Freunde moderner Technik, die glauben, mit einer Kamera besonders gut gewappnet zu sein. Denn sobald Straftäter diese Geräte entdecken, kommen sie erst recht auf die Idee, dass sich in der jeweiligen Immobilie kostbare Schätze verstecken. Auch aus einem weiteren Grund raten Fachleute wie André Schulla stets dazu, mechanischen Sicherungssystemen den Vorzug vor Elektronik zu geben: Mechanik behindert den Einbrecher bereits in dem Moment, in dem er sein Delikt begehen will. Videoanlagen können hingegen vor allem auf großzügig gestalteten Grundstücken dabei helfen, Besucher am Eingang zu identifizieren.

Meistens arbeiten die Täter mit einfachen Hilfsmitteln wie einem Schraubendreher oder einer Zange. Aus den Daten der Polizei ergibt sich, dass sie in aller Regel schon nach drei bis fünf Minuten aufgeben, wenn es ihnen nicht gelungen ist, in das Haus oder in die Wohnung zu gelangen.