Um genau zu sein: 120 Mal jeweils einen halben Liter. Jetzt ist der Spremberger für sein Engagement vom DRK-Kreisverband Niederlausitz geehrt worden.

"Angefangen hatte alles bereits zu DDR-Zeiten auf meiner Arbeitsstelle im Kraftwerk Trattendorf", erzählt Peter Müller. An seiner Spendenbereitschaft änderte sich auch nach der Wende nichts, obwohl der Betrieb dann recht schnell aus dem Spremberger Stadtbild verschwand. "Mit meiner Bereitschaft schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe", sagt der 72-Jährige. "Ich spende wertvollen Lebenssaft. Und gleichzeitig werden meine Blutwerte regelmäßig kontrolliert."

Kein Wunder, dass er noch immer fit wie ein Turnschuh ist. Allerdings muss Peter Müller das Blutspenden jetzt an den Nagel hängen. Mit 72 Jahren, so sagt es das Gesetz, sei die obere Grenze erreicht. "Eigentlich schade", bedauert der Spremberger. Jedoch sei das Alter bereits in den vergangenen Jahren immer weiter angehoben worden, von anfangs 65 Jahren auf 68, dann auf 70 und nunmehr 72.

Insgesamt sind beim DRK-Kreisverband Niederlausitz in diesem Jahr bislang rund 500 Liter Blut von 1000 Spendern eingegangen. Und im Dezember gibt es nach Angaben der Vorsitzenden Brigitte Kröger noch drei Gelegenheiten. 28 Teilnehmer aus Spremberg, Welzow und Umgebung wurden jetzt für ihre 75. beziehungsweise 50. Blutspende geehrt.