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| 20:11 Uhr

Spremberger Schloss wird wieder sichbar
Baumfällarbeiten am Schwanenteich

 Mit dem Hubsteiger ging es zu den Ästen einer ausgetrockneten Erle hinauf. Einige Tage laufen die Fällarbeiten am  Schwanenteich noch.
Mit dem Hubsteiger ging es zu den Ästen einer ausgetrockneten Erle hinauf. Einige Tage laufen die Fällarbeiten am Schwanenteich noch. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Der Park am Schwanenteich in Spremberg wird neu gestaltet. Es werden Bäume gefällt, aber auch neue gepflanzt. Und für Kinder wird eine Spiellandschaft angelegt. Von Annett Igel-Allzeit

Der Holzhäcksler brummt am Schwanenteich. Mario Schwietzke schiebt Äste in den Häckslerrachen. Die Holzspäne tanzen in der Wintersonne. Sein Kollege hoch oben kappt die Äste einer vertrockneten Erle. Schließlich rauscht die Krone durch das dünne Eis am Teichufer.

In der vergangenen Woche hat der Betriebshof der Stadt begonnen, im Rahmen des Teilprogramms „Zukunft Stadtgrün“ Bäume am Schwanenteich zu fällen. Im Herbst 2017 hatte der Cottbuser Landschaftsarchitekt Hagen Engelmann den Spremberger Bauauschussmitgliedern erläutert, wie das Areal zwischen Schlossgraben und Schwanenteich ausgelichtet und neu gestaltet werden kann. Damals drohte das Schloss zuzuwachsen. Einige Straucharten waren aus der Mode gekommen. Im Windanflug gesetzte Erlen gefährdeten die Standfestigkeit anderer Bäume. Vor einem Jahr waren bereits rund ums Schloss die ersten Bäume und Sträucher gefallen – hier ist der Landkreis Spree-Neiße Träger der Arbeiten, denn das Kulturschloss ist in kreislicher Hand. In dieser Woche im Bauausschuss lobte Ilona Schulz (Die Linke), dass das Schloss wieder ganz in seinen verschiedenen Baustilen zu sehen sei.

Der Schwanenteich wiederum ist städtisches Gelände. Die Gestaltung der Parkanlage hatten die Stadtverordneten im vergangenen Herbst beschlossen. Abgestorbene Erlen und Sumpfeichen sollten entfernt werden sowie geschädigte Bäume wie Platanen und Moorbirken weichen. „Und mehrere Weiden haben wir herausgenommen“, erklärt Mario Schwietzke vom Betriebshof.

 Der Schwanenteich mit seinem Umfeld ist aber Gartendenkmal, deshalb wird Rücksicht auf den historischen Baumbestand genommen. So soll eine rot austreibende Kastanie, die Landschaftsarchitekt Hagen Engelmann als einzigartig bewundert hatte, trotz ihrer Stammschäden erhalten bleiben. Neuanpflanzungen sind geplant, so werde die Lindenreihe in Höhe des Schweizergartens aufgefüllt. Junge Buchen sollen gepflanzt werden. Auf den Neubau dreier Wasserdecks und einer kleinen Spiellandschaft dürfen sich die Spremberger freuen.