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| 12:49 Uhr

Osterwerkstatt
Blütenfeen und sorbische Bräuche

 Die Freude am Gestalten und die besondere Atmosphäre nennen Steffen Neuhaus und Tochter Alexa als Beweggrund für ihr Kommen.
Die Freude am Gestalten und die besondere Atmosphäre nennen Steffen Neuhaus und Tochter Alexa als Beweggrund für ihr Kommen. FOTO: Bogott Detlef / Picasa
Spremberg. Das Mehrgenerationenzentrum Bergschlösschen in Spremberg wird zur Osterwerkstatt

(dbo) Viele Angebote haben am Samstag beim traditionellen Familiennachmittag in der Osterhasenwerkstatt auf die Besucher gewartet. Die Jungen und Mädchen konnten unter fachlicher Anleitung  sorbische Ostereier in Wachs- und Marmoriertechnik verzieren, Schäfchen aus Holz und Wolle basteln oder Körbe, Hasen und Blumen an der Holzwerkstatt dekorieren.

Sergej Fischer zeigte das Bemalen, und das Einbrennen konnten die Jungen und Mädchen bei Jens Langner lernen. Auch die begehrten Gießkeramiken in allerlei Formen zu bemalen, war angesagt. Edith Koall und Sabine Klauke halfen beim Bemalen von Osterhasen, Küken und anderen Motiven. Der Basteltisch auf der Bühe war besonders gut besetzt: Hier konnten Kinder wie Erwachsene erstmals kleine bezaubernde Blütenfeen aus einer Holzkugel und Filz basteln.

Wie bei allen Bastelangeboten waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Birgit Kamenz nahm die Kleinsten unter ihre Fittiche. Beim Eierwalleien, dem Hahnrupfen oder beim Froschkarren – alles sorbisch-wendische Bräuche – lernten die Kinder spielerisch und hatten einen riesigen Spaß. Beim Verzieren von Ostereiern in verschiedenen Wachstechniken half Melanie Enke. Es entstanden richtig kleine Kunstwerke. Die Osterhäschen aus Holz und Wolle sahen knuffig aus.

Natürlich gab es auch einen richtigen Osterhasen, der große und kleine Osterbastelfreunde begrüßte. In das Hasenkostüm schlüpte in diesem Jahr Ricardo Pusch, der in seinem Korb immer etwas Süßes zum Naschen parat hatte.

Mitglieder des Jugendclubs aus Haidemühl hatten sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie zeigten das Noveletka-Backen. In der Lausitz pflegen die Sorben bis in die heutigen Tage hinein diesen uralten Brauch. Aus Salzteig formten sie ursprünglich kleine Kugeln oder winzige Brote und legten die fertigen Noveletki an Waldrändern, Weggabelungen und Feldrainen oder auf ihren Fensterbrettern für die Tiere ab.

Damit bezeugten sie ihre Dankbarkeit für das fruchtbare Jahr, für die reichen Gaben der Natur und ihre Hoffnung für das nächste Jahr. Für die Besucher der Osterwerkstatt gab es kein Salzteiggebäck. Roswitha Pohl hatte Kaffee und Quarkkeulchen im Angebot. Die Freiwilligenagentur und zwei syrische Helfer unterstützten die Aktion.

 Die Freude am Gestalten und die besondere Atmosphäre nennen Steffen Neuhaus und Tochter Alexa als Beweggrund für ihr Kommen.
Die Freude am Gestalten und die besondere Atmosphäre nennen Steffen Neuhaus und Tochter Alexa als Beweggrund für ihr Kommen. FOTO: Bogott Detlef / Picasa
(dbo)