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| 16:06 Uhr

Debatte um neue Fahrbahn zum Industriepark in Spremberg
Ortsvorsteher fordert mehr Rücksicht beim Lärmschutz

Spremberg. Göran Richter kritisiert Plan für Schwarze Pumpe.

Mehr Rücksicht auf die Einwohner von Schwarze Pumpe bei den Plänen für die Südstrecke zum Industriepark fordert SPD-Ortsvorsteher Göran Richter. Mit seiner Kritik bezieht er sich auf eine Studie der Verkehrs- und Ingenieurbau Consult GmbH. Ihre Prognose für die Zeit bis zum Jahr 2030 besagt, dass mit dem Bau der Südstrecke die zulässigen Dezibelwerte nicht überschritten werden.

Dazu erklärt Göran Richter: Grundsätzlich stünden die Einwohner dem Industriepark positiv gegenüber, da jeder geschaffene Arbeitsplatz der Region helfe. Dabei gelte auch die geplante Fahrbahn als „ein wichtiger Baustein“, betont der Ortsvorsteher. Dabei treibe ihn jedoch um, dass dies nur im Einklang mit den Einwohnern gelingen werde. „Wir erwarten, dass Rücksicht auf die tatsächlichen Gegebenheiten genommen und nicht lediglich vom Schreibtisch aus entschieden wird“, führt er weiter aus. „Auch wenn diese Entscheidungen der Gesetzeslage entsprechen, finden sie keinen Rückhalt in der Bevölkerung.“ Die vorliegende Berechnung zum Geräuschpegel ignoriere, dass der Lärm nicht annähernd gleichmäßig über den Tag verteilt auftritt. So zeige er sich besonders extrem während des Schichtwechsels, der weit vor sechs Uhr morgens beginne. Spätestens ab vier Uhr treffen demnach die ersten Lastwagen in Schwarze Pumpe ein. „Für viele Anwohner der Hauptverkehrsadern ist da nicht mehr an Schlaf zu denken“, berichtet Göran Richter. Darüber hinaus weise der Industriepark weitere Lärmquellen auf, die in der Studie nicht erwähnt werden.

Die Mitarbeiter des Spremberger Rathauses warten derzeit noch auf einen Fördermittelbescheid des Landes Brandenburg für den Bau der Südstrecke. Wie Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel mitteilt, ist dieser Bescheid bislang noch nicht eingetroffen.