Die jüngste Ortsteilbereisung von Sprembergs Bürgermeisterin, Christine Herntier (parteilos) offenbarte nicht nur den Groll der Trattendorfer auf wucherndes Unkraut, sondern auch auf die übermäßigen Verkehrsströrme. So moniert ein Anwohner etwa, dass täglich – ab 4 Uhr morgens – ganze Fahrzeugkolonnen die Kraftwerkstraße entlangfahren. Er verstehe wirklich nicht, weshalb sie am Spreewitzer Kreisel nicht die Südstraße wählen, sondern stattdessen die Route durch Trattendorf.
„Zunächst entscheiden die Fahrer ja individuell“, entgegnet die Stadtchefin. Trotzdem zeigt sich Christine Herntier dankbar dafür, diesen Hinweis erhalten zu haben.

Sprembergs Bürgermeisterin verspricht Verkehrszählung in Trattendorf

So verspricht sie eine Verkehrszählung auf den Weg zu bringen, um eine solide Basis zu haben, mit der man möglicherweise weitere Schritte überdenken können. Eine Verkehrsberuhigung schließt die Stadtchefin aber kategorisch aus.
Diese Frage kam nämlich auch auf, da es Mitte Mai einen schweren Unfall im Spremberger Ortsteil gab. Dabei hatte ein 26-jähriger Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sich überschlagen. Er und zwei Insassen mussten daraufhin in die Krankenhäuser nach Cottbus und Hoyerswerda gebracht werden. Die Beamten gingen damals von überhöhter Geschwindigkeit und Alkohol als Unfallursache aus. „Eine Tempo-30-Zone hat der Landkreis schon mehrfach abgelehnt“, heißt es von der Bürgermeisterin.

Trattendorf bekommt keine moderne Blitzersäule

Auch die Frage nach der Aufstellung einer modernen Blitzersäule, wie sie in Schwarze Pumpe oder an der Bühlower Kreuzung stehen, muss Christine Herntier verneinen. Dies habe die Verwaltung ebenfalls bereits angeregt, sei aber letztlich abgelehnt worden.
„Es handelt sich dabei um individuelles Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer.“ Man könne lediglich an die Fahrer appellieren, die Vorschriften einzuhalten. Entgegen der Anlieger-Aussagen, finden in Trattendorf zudem auch regelmäßige Verkehrskontrollen statt, so die Bürgermeisterin.