Zur Feier gab es zwei neue Fahrzeuge und Erinnerungen.

Schulze denkt gern an den Sommer 1990 zurück. "Wir saßen in kleiner Runde in der Michaelkirchengemeinde. Wenn Nächstenliebe nicht nur ein Wort bleiben sollte, muss es in Taten umgesetzt werden." Das Partnerbistum Speyer half. Am 15. Februar 1991 wurde im Gemeindehaus der Kreuzkirche der Verein "Ökumenische Sozialstation Spremberg/Niederlausitz" mit fünf evangelischen und zwei katholischen Gemeinden als Träger gegründet. Die Auferstehungskirchengemeinde kam 1994 dazu. Das Domizil wurde die Turnstraße 1. Gemeinsam wollten sie helfen, die Kranken- und Altenpflege sowie die Familien- und Hauspflege in der Region zu sichern und dazu auch soziale Beratungsdienste anbieten. Die ersten Mitarbeiter waren in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen angestellt. Die ersten Möbel kamen aus dem Rat des Kreises und aus der Stasizentrale in der Drebkauer Straße. Mobil machten zuerst Fahrrädern, ein geschenkter Trabant, ein gebrauchter Polo aus Speyer und ein Polo der Alfred-Herrhausen-Stiftung. Diese Bedingungen schweißten ein gutes Team zusammen, das 1993 fest angestellt werden konnte. Dass sich die Station im neuen Kreis Spree-Neiße, wo größere Strukturen gewollt waren, halten konnte, nennt der Vereinsvorsitzende heute ein Wunder und zwinkert Johann-Jakob Werdin, einst Pfarrer in Spremberg, zu. Die Pflegeversicherung wurde eingeführt. Ständig änderten sich Abrechnungsmodalitäten. Dienst am Menschen beschränkten die Kassen auf wenige Minuten. Dazwischen versucht die Sozialstation weiter die Gratwanderung.