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Ochsen-Taufe, Brände und mehr als 1000 Besucher

Zahlreiche Kartoffelsorten konnten beim Hoffest in Hornow auch gekostet werden.
Zahlreiche Kartoffelsorten konnten beim Hoffest in Hornow auch gekostet werden. FOTO: Detlef Bogott/dbo1
Hornow. Aus dem ,,Hof Erlengrund" hatten Andrea und Rüdiger Budek zum 13. Mal ein kleines Volksfest gemacht. dbo1

Unterhaltung gab es genug: Es konnten die Ställe besichtigt, den Butterfrauen über die Schulter geschaut oder alte Kutschen bewundert werden. Zimmermann René Noack aus Drochow bei Finsterwalde baute nach alten Vorgaben eine neue Taubenunterkunft auf dem Hof. Zeitlich kurz anstehen mussten die Besucher in der Likörbrennerei, wo acht Obstliköre und verschiedene Weinbrände verkostet werden konnten. Das Resümee der Gäste war ein ,,vorzüglich".

Wieder dabei war Erhard Merkel aus Friedrichshain. Der Schmiedemeister hatte Kunstschmiedearbeiten und führte sein Handwerk vor. Er steht seit über 50 Jahren am Amboss. Die Angebote auf dem kleinen Markt waren ein Anziehungspunkt; Keramik- oder Holzarbeiten gab es ebenso wie Honig vom Imker, aber auch Kartoffelsorten wurden angeboten und auch ein Verkosten war möglich.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die Taufe eines Ochsen-Duos. Mitten auf dem Festgelände taufte Rüdiger Budek und seine Helfer die beiden Tiere auf die Namen ,,Marx" und ,,Engels". Als Zugochsen will der Bauer die beiden Tiere einsetzen, sobald sie ausgewachsen sind. Rüdiger Budek betrachtet die Taufe keineswegs als despektierlichen Scherz, wie er den Gästen des Hoffestes versicherte. "Karl Marx und Friedrich Engels haben die Industrie- und so auch die Landwirtschaft- mit ihren Ideen mächtig verändert und das bis hin zu den sozialen Strukturen, die unsere Gesellschaft heute prägen."

Blasmusikanten und Jagdhornbläser bereicherten das Hoffest auch musikalisch. Und nach einer Treckerparade am Vormittag stellten die Treckerfreunde aus Branitz ihre Schmuckstücke auch zur Schau.

Im kommenden Jahr ist nun wieder der Hof von Liane und Andreas Dörry dran. Traditionell wechseln sich die beiden Höfe bei der Ausrichtung des Festes ab.