ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:37 Uhr

Nur die Frage Edelstahl oder Fliesen bleibt noch offen

Spremberg. Die Besucherzahlen in der Schwimmhalle und in beiden Freibädern sind im Vergleich zu 2015 im Vorjahr deutlich gesunken. Nach 52 921 Schwimmhallenbesuchern 2015 kamen im Jahr 2016 genau 51 082 Bade- und Saunagäste. Annett Igel-Allzeit

Im Freibad Schwarze Pumpe sank die Besucherzahl von 6281 auf 4170 und im Freibad Kochsagrund von 35 241 auf 24 847. Ob das am Wetter lag, das sollte am Montag in der gemeinsamen außerordentlichen Sitzung der Bildungsausschuss- und Bauausschussmitglieder zur neuen Schwimmhalle keine Rolle spielen. Die Ausschussvorsitzenden Peter Reininger (CDU) und Klaus-Dieter Peters (Vereinte Wählergruppen) forderten Disziplin.

Dass Sprembergs Schwimmhalle neu gebaut wird, ist beschlossene Sache, so Peter Reininger. Aber wo der ebenerdige Neubau stehen soll, ist noch nicht Thema. "Vor uns liegt ein langer Weg. Und wir wissen noch nicht, ob er erfolgreich endet. Aber wir müssen von der Stelle kommen", so Klaus-Dieter Peters.

69 Ausstattungsdetails waren zu diskutieren. Mit Edelstahlkessel, Kassenautomat, Quetschungssicherungen an den Türen, einem Fass, mit dem die Wettkampfleinen reguliert werden können, und dem Hinweis, bei Duschen, Toiletten und Schränken auf gutes Material zu achten, setzte Baufachbereichsleiter Gerd Schmiedel erst einmal Heringer Maßstäbe. Das Fritz-Kunze-Bad in der osthessischen Kleinstadt hatten sich die Spremberger im Januar zeigen lassen. Und dieser Arbeitsbesuch scheint Kommunalpolitikern, den Bädermitarbeitern und der Verwaltung zu helfen.

Die Spremberger Halle soll allen Bevölkerungsgruppen ein Schwimmangebot unterbreiten. Der Vereinssportler - Wasserballer wie Schwimmer - wollen hier trainieren und zu regionalen Wettkämpfen einladen. Etwas für die Gesundheit soll in den Schwimmbecken wie in der Sauna getan werden können. Nein, die Spremberger wollen kein Spaßbad, aber sie wollen Barrierefreiheit - für Rollstuhlfahrer, hör- wie sehbehinderte Menschen.

Ein gemeinsamer Umkleidebereich für Sauna und Schwimmhalle - und wenn die Halle am Kochsagrund entsteht - auch für das Freibad wird gewünscht. Neben den Einzel- und Familienkabinen sind auch künftig Sammelumkleidekabine für den Vereins- und Schulsport gewollt. Eine Kamera soll nicht nur helfen, den Kassenbereich vom Schwimmmeisterraum im Blick zu haben, sondern auch die zentralen Wege im Umkleidebereich. Damit taten sich nicht alle Abgeordneten leicht. Aber nach Erfahrungen eines Lehrers mit Kameras in der Cottbuser Lagune und Gedanken an die Sicherheit kam auch zu diesem Punkt eine Mehrheit zustande.

Die Sauna soll den Grundbedarf mit mindestens zwei Trockensaunen und einer Feuchtsauna decken. Ein Außenbereich für die Sauna ist gewollt, das Tauchbecken auch vorerst drin, und dank Saunagänger unter den Sitzungsgästen wurde die Zahl der Liegen im Ruheraum auf bis zu 15 erhöht.

Klar wurde in der Diskussion, dass das Team um Bäderleiter Michael Biener den Betrieb der Sauna nicht an private Betreiber abgeben möchte. Für die Einnahmen seien die Saunabesucher schon jetzt sehr wichtig, erklärte der stellvertretende Bäderleiter Robert Spexard, wenngleich auch ihre Eintrittspreise die Kosten nicht decken.

Der Ritt gelang in 105 Minuten. Eine klare Liste für die Planungen und den Fördermittelantrag geht an die Verwaltung. Nur die Frage Edelstahlbecken oder Fliesen wurde noch nicht entschieden. Sie ist schwergewichtig.