Von André Kurtas

Gerd Rudolph, der sich schon immer für Naturwissenschaften interessiert hatte, war über eine Art Werbekampagne zu seinem späteren Beruf gekommen. "In meiner Heimatstadt Freiberg warb unser Kreisapotheker für junges Blut in dieser Zunft", so Gerd Rudolph, der sich als Student an der Ernst-Moritz-Universität in Greifswald das nötige Rüstzeug zum Apotheker aneignete und sein Studium erfolgreich mit dem Diplom beendete.

Im Anschluss arbeitete er drei Jahre als Apotheker im damaligen Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz), bevor er von 1977 bis 1985 in einer Apotheke in Finsterwalde arbeitete. "Da meine Frau, die ich während des Studiums kennenlernte, ursprünglich aus Döbern stammte und sie auch in ihre Heimat zurück wollte, nutzte ich die Möglichkeit, die sich durch Zufall bot, als für die Leitung der Spremberger Robert-Koch-Apotheke im Jahre 1985 ein Nachfolger gesucht wurde", erinnert sich Gerd Rudolph an die damalige Zeit zurück. Seither stehen er, seine Frau und das gesamte Team der Koch-Apotheke den Kunden mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Fragen rund um die Gesundheit geht.

"Unsere Firmenphilosophie heißt: Die Gesundheit zum Erlebnis machen. Ziel ist es, mit allen Mitteln und Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass unsere Kunden und Patienten zu ihrer gewünschten Lebensqualität finden", so Gerd Rudolph.

"Vorbeugen ist besser als Heilen" – dass diese alte Volksweisheit mehr als nur ein flotter Werbeslogan für dieses oder jenes Mittelchen aus der Apotheke ist, vermitteln Susanne und Gerd Rudolph. Sie wollen nicht nur verkaufen, sondern auch vorbeugen. Zahlreiche präventive Maßnahmen, mit denen man sich gesund erhalten kann, werden durch das Team angeboten. "Wir möchten, dass unsere Kunden nicht nur mit uns zufrieden sind, wir wollen, dass sie begeistert sind und mit unserer Hilfe ihre guten Vorsätze in Sachen Gesundheit in die Tat umsetzen können", so Susanne und Gerd Rudolph. Auch Rudolphs zweite Tochter Anette, die in Spremberg als Yoga-Lehrerin arbeitet, trägt zur Firmenphilosophie bei. "Bei uns können Sie sicher sein, dass im sensiblen Bereich der Gesundheit das Vertrauensverhältnis erhalten bleibt und nicht durch den politischen Sparwahn unter die Räder kommt. Und wenn wir Ihr Problem nicht lösen können, vermitteln wir Ihnen kompetente Partner, die Ihnen weiterhelfen", macht Apothekerin Susanne Rudolph, klar, dass sie und ihr Team die Arbeit im Stile ihres Vaters fortsetzen wollen.

Die junge Chefin hat fünf Jahre an der Universität in Erlangen studiert, freut sich aber auch, dass sie nach wie vor auf das Fachwissen ihres Vaters zurück greifen kann, der im Hintergrund weiter in der Einrichtung mitwirkt. "Der Inhaberwechsel soll auch ein Zeichen sein, um tatkräftige junge Menschen in unserer Region zu halten. Abgewandert sind in letzter Zeit ja viele", sagt Gerd Rudolph, der betont, dass derzeit auch drei neue technische Assistentinnen in der Apotheke eine Beschäftigung gefunden haben.

In der Robert-Koch-Apotheke bekommen Patienten übrigens nicht nur ihre Arzneimittel, die Mitarbeiterinnen informieren auch umfassend zu Fragen. Für ganz eilige Rezepte steht ein Homeservice zur Verfügung. Auch zahlreiche Service-Leistungen sind im Angebot, so auch ein Gesundheitscheck mit Blutdruckmessen, die Bestimmung des Blutzuckers und der Blutfettwerte sowie – für Diabetiker interessant – der HbA1-c-Wert (das so genannte "Blutzuckergedächtnis"), die Harnsäurebestimmung im Blut und der Körperfettanteil. Diese Messwerte sind Indikatoren für den Gesundheitszustand. Je früher man hier Unregelmäßigkeiten erkennt, umso besser können Sie gegensteuern, um Ihre Lebensqualität zu erhalten.

Das Team der Spremberger Robert-Koch-Apotheke steht auch bei Fragen zur gesunden Ernährung zur Seite, ein Kapitel, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, wenn es um die Erhaltung der Gesundheit geht.