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| 16:55 Uhr

Weiteres Bürgerforum in Spremberg vorgesehen
Neues Gespräch zu Folgen des Bergbaus in Cantdorf geplant

Spremberg. Bürgermeisterin hofft auf Aussagen zum Hochwasserschutz.

Eine weitere Gesprächsrunde zu den Folgen des Bergbaus und dem Hochwasserproblem planen die Mitarbeiter des Spremberger Rathauses für das nächste Frühjahr in Cantdorf.

Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) zeigt sich erfreut darüber, dass eine neue Studie den möglichen Bau einer Dichtwand  für das Senken des Eisengehalts in der Spree erwägen soll. Das hatte Sven Radigk von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV)  in der vergangenen Woche bei einem Vortrag in Cantdorf angekündigt. Die Bürgermeisterin sagt dazu: „Das ist für Spremberg wirklich ein gutes Zeichen.“

Nicht zufrieden sei sie jedoch damit, dass seitens des Landesamtes für Umwelt keine Fachleute beim Gespräch in Cantdorf zugegen waren, die eine Aussage zum Hochwasserschutz treffen konnten. Auch deshalb werde ein weiterer Termin im Spremberger Ortsteil stattfinden.

Auf eine „tickende Zeitbombe“ weist unterdessen CDU-Fraktionschef Andreas Bränzel hin. Ansteigendes Grundwasser werde in wenigen Jahrzehnten die Schadstoffe ausspülen, die sich in der Pulsberger Deponie befinden. Davor hatte im Oktober der Beigeordnete des Spree-Neiße-Kreises, Olaf Lalk, bei einem Gespräch mit der Spremberger CDU im Tennisheim gewarnt. Das Grundwasser werde eines Tages nach Osten fließen, wo die Innenstadt liegt. Die Fachleute vom Landkreis rechnen damit, dass dies in den Jahren 2050 bis 2100 geschehen wird.

Dazu erklärt CDU-Fraktionschef Andreas Bränzel: „Damit wird das Grundwasser unsere Stadt bedroht.“ Eine Sanierung der früheren Deponie werde mindestens 100 Millionen Euro kosten. Falls das nicht geschehe, drohe die Gefahr, „dass wir irgendwann nur noch zugucken können, wie giftiges Grundwasser in Spremberger Richtung fließt“, sagte Andreas Bränzel.

Bürgermeisterin Christine Herntier will auch dieses Problem „mit Sicherheit nicht aus den Augen verlieren“, wie sie am Mittwoch bei der Konferenz der Stadtverordneten im Bürgerhaus versicherte.