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Neues Fahrzeug für Wasserwacht

Hauptorganisator Peter Reininger schickt die ersten Schwimmer von der Wasserwacht zur Eröffnung des 24-Stunden-Schwimmens ins Wasser. Darunter sowie Spreenixe Nicole Pietkiewicz (4. von links) und Frank Kulik als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Spremberg.
Hauptorganisator Peter Reininger schickt die ersten Schwimmer von der Wasserwacht zur Eröffnung des 24-Stunden-Schwimmens ins Wasser. Darunter sowie Spreenixe Nicole Pietkiewicz (4. von links) und Frank Kulik als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Spremberg. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Das Wetter war am Samstag nicht das Beste. Und so kamen vor allem einige auswärtige Starter nicht zur 21. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens im Freibad. Martina Arlt und Jürgen Scholz / mat1

Da half auch nicht, dass am Sonntag die Spremberger ins Freibad Kochsagrund strömten. Immerhin kamen rund 400 Teilnehmer auf eine Gesamtstrecke von 2304 Kilometern; ein guter Durchschnitt, wie Cheforganisator Peter Reiniger nach mehr als 30 Stunden auf den Beinen bilanzierte. Zwischen 1700 und 3300 Kilometern liegt die Spanne dessen, was bislang bei 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg erreicht wurde. Vor allem angesichts des Samstags, an dem das Wasser mit 24 Grad fast wärmer als die Luft war. Dabei hatte die Wasserwacht zahlreiche Zelte auf dem Freibadgelände im Kochsagrund aufgebaut. Mehr als 800 Liter Tee wurden an beiden Tagen gekocht.

Am Samstagmittag vor dem Start um 12 Uhr nahmen erst einmal die "Promis" auf den Startblöcken ihre Positionen ein. Dazu gehörte auch die Spremberger Spreenixe Nicole Pietkiewicz. Vor allem für die Spreenixe war es ein besonderer Moment, als sie sich am Schwimmbecken zum dritten und letzten Mal im Nixen-Badeoutfit zeigte: "Es ist schon irgendwie ein trauriger Moment, wenn man dieses Amt an den Nagel hängt. Doch ich war ja schon außergewöhnlich lange in dieser Funktion", sagte die 23-Jährige. Nach der Wahl der neuen Spreenixe beim Heimatfest kommen alle Utensilien aus ihrer Spreenixen-Zeit in eine besondere Truhe. Sie werde sie gut aufbewahren.

Auch wenn es für keinen neuen Streckenrekord reichte - ein paar schöne Fakten konnte Cheforganisatior Peter Reiniger am Sonntagabend doch noch mitgeben. Zum Beispiel die jüngste Teilnehmerin. Conny Jerosch ist erst drei Jahre alt, aber als Tochter des Schwimmvereinsvorsitzenden fängt man halt früh an. Ältester Teilnehmer war mit 81 Jahren der ehemalige Stadtwehrführer Klaus Pannoscha. Und die weiteste Anreise hatte Shon Yuet Chan. Auch wenn die Austauschschülerin am Ende ihres Jahres in Spremberg fast angekommen ist - es zählt der Wohnort im Pass, erklärt Cheforganisator Reininger schmunzelnd. Womit die Austauschschülerin aus Hongkong nicht mal den Rekord hält. Vancouver und Australien sind noch weiter weg.

Was noch die gute Stimmung befeuerte: Carolin Haase, die vor einigen Tagen Vize-Europameisterin im Flossenschwimmen wurde, stammt aus der großen Schwimmfamilie der Stadt Spremberg und war persönlich im Kochsagrund vor Ort.

Die Gewinner des diesjährigen 24-Stunden-Schwimmens in Spremberg kamen übrigens mit 148,5 Kilometern vom KSC Strausberg. Danach folgen die Wasserwachten aus Rebesgrün (133,3 Kilometer) und Wurzen (125,1 Kilometer). Wegen eines Serverproblems werden alle Daten wohl erst Montagmittag im Internet stehen, erklärte Reininger auf Nachfrage am Sonntagabend.

www.24-h-schwimmen.de

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Etwas Geheimniskrämerei war im Spiel, als ein großes Geschenk auf dem Grün stand; blau verpackt mit roter Schleife. Samstagnachmittag kam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und einem 16 800-Euro-Scheck die Auflösung: Die Wasserwacht erhält ein Fahrzeug mit neun Plätzen. "Das Fahrzeug kostet 27 000 Euro und wurde einmal durch diesen Scheck sowie mit Lotto-Mitteln und Finanzen der Wasserwacht möglich", so Peter Reininger.