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| 02:41 Uhr

Neuer Glanzpunkt im Stadtpark

Spremberg. Der Spremberger Stadtpark ist um einen Glanzpunkt reicher.

Der Loebenstein, ein historischer Grabstein, steht nach einer umfangreichen Restaurierung in voller Schönheit wieder an seinem alten Platz nahe der Ruine der Georgenbergkapelle. Am gestrigen Mittwoch haben Steinmetzmeister und Bildhauer Andreas Kops und sein Sohn Hannes die letzten Handgriffe erledigt. Die Spremberger werden bei einem Spaziergang staunen, was der Spremberger Handwerksmeister zuwege gebracht hat. Denn am 2,70 Meter hohen Grabdenkmal, das in den Jahren 1760/61 für Caspar Ernst von Loeben errichtet worden war, hatte der Zahn der Zeit erheblich genagt. "Im Grunde war nur noch der Mittelteil zu erhalten. Auch der musste aufgearbeitet und die umfangreiche Schrift Buchstabe für Buchstabe nachgeschlagen und mit Farbe ausgefüllt werden", sagt Andreas Kops. Völlig zu erneuern seien der Sockel, die Seitenflügel mit floralen Ornamenten und die Bekrönung gewesen. Andreas Kops, dem das Bildhauerische liegt, habe diese Teile aus Cotta-Sandstein aus der Sächsischen Schweiz gemeißelt.

"Das war ein Auftrag, wie ihn der Steinmetz nur ganz selten im Leben bekommt. Das hat Freude gemacht", bekennt Andreas Kops unumwunden. Insgesamt habe der Spremberger Steinmetz 1200 Stunden am Loebenstein gearbeitet. Nach seinen Angaben kann das fast 250 Jahre alte Denkmal noch nie zuvor gründlich restauriert worden sein, denn die Verbindungen der Teile habe er noch so vorgefunden, wie es im Steinmetzhandwerk im 18. Jahrhundert üblich gewesen war. Er habe sich weitgehend an die herkömmliche Technik gehalten. Die Verbindungsbolzen seien jetzt aber aus Edelstahl. "Auch deshalb ist dieser Auftrag der Stadt etwas ganz Besonderes gewesen", so Kops. Froh darüber, den LoebenGrabstein wieder ansehnlich präsentieren zu können, ist Doritha Drews, Sachgebietsleiterin Grünwesen der Stadtverwaltung. Damit werde der Handwerkskunst damaliger Zeit ein Denkmal gesetzt. Die Stadt habe den Auftrag im Sommer ausgeschrieben und an den Spremberger Steinmetz und Bildhauer vergeben. Das Restaurieren und Aufstellen schlage Doritha Drews zufolge im Stadthaushalt mit 39 500 Euro zu Buche.

"Was dafür geleistet worden ist, kann sich sehen lassen", sagt die Grünwesenchefin. Der Stein stehe jetzt wenige Meter vom ursprünglichen Platz entfernt. "Es war notwendig, aus dem Bereich der alten Eiche etwas herauszurücken, weil die Wurzeln das Fundament anheben und lockern können", begründet Doritha Drews den Entschluss. rv