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| 19:09 Uhr

Budget fürs Zentrum eingeplant
Neuer Fonds soll Ideen für die Innenstadt befeuern

Claudia Romy Heinze und das Unternehmen Wein Schulz haben mit einer Modenschau und Verkostung den Nerv der Besucher getroffen. Angebote dieser Art könnte künftig der Etat der Stadt Spremberg berücksichtigen.
Claudia Romy Heinze und das Unternehmen Wein Schulz haben mit einer Modenschau und Verkostung den Nerv der Besucher getroffen. Angebote dieser Art könnte künftig der Etat der Stadt Spremberg berücksichtigen. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Die Spremberger Rathaus-Mitarbeiter schlagen einen Etat von mindestens 40 000 Euro im Jahr vor.

Mit einem neuen Vorschlag wollen die Mitarbeiter des Spremberger Rathauses das Stadtzentrum beleben. Sie regen an, Straßenfeste, Ausstellungen, Pflanzaktionen und weitere Projekte mit Geld zu unterstützen. Wie Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel mitteilt, sollen noch im Jahr 2018 erste Zuschüsse bewilligt werden.

Aus der Richtlinie der Stadt Spremberg geht hervor, dass dieser Verfügungsfonds jährlich ein Budget bereitstellen wird. Es setzt sich aus privaten Spenden und Geld für den Stadtumbau zusammen. Wer einen Zuschuss erhält, muss ihn nicht zurückzahlen. Allerdings werden mögliche Einnahmen aus dem beantragten Projekt mit dem Zuschuss verrechnet.

So weit reicht das Konzept derzeit. Nun steht noch eine Zusage der Stadtverordneten aus. Wenn sie ihm beipflichten, können Händler und andere Bewohner der Innenstadt ihre Anträge einreichen. Das City-Management wird sie prüfen, eine schriftliche Stellungnahme abgeben und die jeweilige Höhe des Zuschusses empfehlen. Darüber befindet dann ein Gremium, an dem fünf Personen teilnehmen: je ein Vertreter von der Industrie- und Handelskammer, vom City-Werbering, von der Touristinformation, vom Citymanagement und vom Spremberger Rathaus.

Der Stadtverordnete Jens-Uwe Winkler arbeitet im City-Werbering mit. „Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben das Projekt immer wieder angesprochen“, sagt er. „Es befand sich also nur halb in der Schublade.“ Der City-Werbering befürworte die Idee, zumal er dazu beigetragen habe. Falls er jedoch selbst einen Vorschlag einreichen wolle, dürfe er nicht darüber abstimmen. In der Richtlinie steht dazu: „Sind Mitglieder des Entscheidungsgremiums selbst Antragsteller, sind sie in diesen Fällen nicht stimmberechtigt.“

In der Begründung für die Stadtverordneten schreibt Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel über den Fonds: Er sei „ein sehr gutes Instrument, um bürgerschaftliches Engagement vor Ort zu aktivieren“. Die Mitarbeiter des Rathauses empfehlen eine jährliche Höhe von mindestens 40 000 Euro.