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Neue Zukunft für alte Jugendstilvilla

Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes Bella Vita freuen sich auf ihre neuen Geschäftsräume in der Spree-Villa.
Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes Bella Vita freuen sich auf ihre neuen Geschäftsräume in der Spree-Villa. FOTO: Catrin Würz
Spremberg. Eine 110 Jahre alte Fabrikantenvilla, die zuletzt mehrere Jahre lang leerstand, wird in Spremberg wiederbelebt. In dem Jugendstilgebäude an der Bergstraße 23 entsteht derzeit die erste Wohnanlage für ambulant betreutes Wohnen. C. Würz

"Damit kommt eine neue moderne Wohnform für Senioren in unsere Stadt, die es hier so noch nicht gibt", lobte die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Schönherr den Bauherren Norbert Vogt.

Dieser erklärte während des offiziellen Baustarts in dieser Woche sein Projekt namens Spree-Villa. Das Gebäude wird demnach künftig nicht nur Wohn- und Gemeinschaftsräume für neun ältere Menschen beherbergen, sondern zugleich auch neuer Sitz des Pflegedienstes Bella Vita GmbH werden. Der Pflegedienst mit derzeit zwölf Mitarbeitern in Spremberg ist bisher in der Langen Straße ansässig.

Das ambulant betreute Wohnen ist für Bella Vita kein Neuland. Ähnliche Projekte gibt es bereits im sächsischen Laubusch und in Klein Partwitz. "Dort haben wir gute Erfahrungen mit Seniorenwohngemeinschaften gesammelt. Diese Wohnform bietet dabei alle Vorteile, damit Menschen im hohen Alter so viel wie möglich noch selbst erledigen und in der Gemeinschaft sein können", sagt Pflegedienstleiterin Mandy Jahndel. So wird es beispielsweise eine Küche und weitere Gemeinschaftsräume im Haus geben. Mit einem Fahrstuhl gelangen die Bewohner in ihre Wohnbereiche. Je nach Bedarf können Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden.

Zur Villa gehört ein großräumiges Grünflächenareal, das in einen Park für die Bewohner umgestaltet werden soll.

Der Einzug der ersten Mieter ist nach Angaben des Investors bereits für Mai geplant. Die Planung und Genehmigung des Bauvorhabens war indes nicht ganz einfach. Weil das Gebäude nahe der Spree im städtischen Außenbereich und im Landschaftsschutzgebiet liegt, waren gesonderte Planungen nötig.