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| 16:28 Uhr

Bildungsausschuss Spremberg
Ein Tag der Vereine für Spremberg?

 Elke Franke.
Elke Franke. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg. Elke Franke legt als Vorsitzende des Bildungsausschusses Liste mit vielen Themen vor. Von Annett Igel-Allzeit

Gut durchgestartet ist Elke Franke (Die LInke) als neue Vorsitzende des Spremberger Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport und Soziales (BKSS). Sie will jeder Ausschusssitzung ein Thema voranstellen und dazu Gäste einladen. Dafür hat sie in der ersten Sitzung eine Liste mit mehr als zehn Themen vorgelegt. Und erwartet weitere Vorschläge aus den Fraktionen.

Zuerst will sie mit den Ausschussmitgliedern über Jugendsozialarbeit sprechen. Zwar sei das Thema im Zuge der Schulsozialarbeit, die der Landkreis neu organisiert hatte, erst Thema gewesen. Wie es den Sozialarbeitern jetzt damit gehe, wolle sie aber gern wissen. „Klären müssen wir außerdem, ob wir die Arbeitsgruppe Soziales, die dieser Ausschuss noch hat, weiterhin brauchen“, sagt Elke Franke. Sie will die Förderrichtlinie, die die kommunale Unterstützung für Vereine im Sport, in der Kultur und im Sozialen regelt, öfter auf den Prüfstand stellen. „Denn sie muss die Gleichstellung gewährleisten und weiter vereinfacht werden“, erklärt Elke Franke. Die Schulentwicklung will sie regelmäßig thematisieren und dabei nicht nur die vier Grundschulen und die Oberschule der Stadt im Auge behalten. „Auch das Haus des Lernens in Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerkes sollten wir uns einladen, denn auch dort wird Neues geplant.“

Elke Franke gefällt das Fest der Vereine, wie es in Cottbus gefeiert wird. „Auch die besondere Art, mit sämtlichen Vereinen in Schwarze Pumpe den Kindertag zu gestalten, finde ich toll. Warum kriegen wie das für Spremberg nicht hin?“ Dass der Seniorenbeirat und der Jugendbeirat einmal im Jahr im Bildungsausschuss über ihre Aktivitäten berichten, wünscht sie sich. Die Entwicklung der Kino- und Kultur GmbH und die Situation der Sportplätze sollte der Bildungsausschuss beobachten, und sich neben den Kindertagesstätten auch mit der Kindertagespflege befassen. Und wie der Digitalpakt für Schulen in der Fortsetzung überhaupt umgesetzt werden kann, interessiert Elke Franke. Und sie hat festgestellt, dass der einst mit Fördermitteln angelegte Reit- und Kutschweg zuwächst. Die einheitliche Beschilderung zu den Sehenswürdigkeiten in Spremberg fehle noch immer.

Mehreren Ausschussmitgliedern fiel es nicht schwer, die Liste sofort zu ergänzen. Dieter Freißler, Ortsvorsteher in Terpe, bittet darum, dass unter dem Aspekt Gleichbehandlung auch die Spielplätze in den Ortsteilen betrachtet werden. Janine Kantor (CDU) schlug vor, sich mit dem Problem der Überalterung in den Jugendclubs zu befassen. „Bei uns in Sellessen habe ich 15-Jährige angesprochen. Die Jüngeren trauen sich nicht, an die Älteren in den Jugendclubs heranzutreten. Oder sie wissen gar nicht, dass sie dort auch mitarbeiten können “ Auch Graustein kennt dieses Problem und diskutierte es jüngst in der Ortsbeiratssitzung.

Raik Nowka und Kai Noack (beide CDU) plädieren dafür, dass die Jugendsozialarbeit nicht nur mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk, sondern mit allen Trägern besprochen wird. Nur so, sagt Nowka, entstehe ein Gesamtbild der Jugendsozialarbeit. „Und wir sollten uns darauf mit Fragestellungen vorbereiten, damit wir nicht nur schöne Berichte hören“, so Kai Noack.

 Elke Franke.
Elke Franke. FOTO: LR / René Wappler