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| 02:56 Uhr

Neue Kritik an Baugenehmigung für Pläne des Schweine-Barons

Forst/Wadelsdorf. Nach der Sitzung des Kreistages in der vergangenen Woche äußert sich die Bürgerinitiative "Kein Saustall in Wadelsdorf" enttäuscht vom Handeln der Landkreisverwaltung. Der Landkreis Spree-Neiße hatte Ende Oktober dem niederländischen Schweinezuchtbetrieb Straathof Holding GmbH eine Baugenehmigung für die geplante Ferkelzuchtanlage mit insgesamt fast 7000 Tieren erteilt, obwohl der Investor zunächst immer wieder gegen einen Baustopp verstoßen hatte. Catrin Würz

Nun kritisieren die Gegner der Ferkelzuchtanlage die Entscheidung des Landkreises für eine Baugenehmigung: Zwar seien die Unterlagen des Investors bautechnisch und standortbezogen vollständig. "Aber die Punkte Gülleverwertung und Nachweis der Flächen zur Futterherstellung sind nicht ausreichend geklärt", wirft Carola Freitag, Sprecherin der Bürgerinitiative, dem Landkreis vor. Es sei nicht richtig, dass diese Punkte vom Landesamt für Umwelt, Geologie und Verbraucherschutz (LUGV) geprüft und entschieden werden, wie es der Landkreis behauptet. "Nach unserer Auffassung liegt hier eine nicht rechtskonform erteilte Baugenehmigung vor und es entsteht der Eindruck, unser Landkreis empfängt Straathof, der seine Zuverlässigkeit bereits im Vorfeld ad absurdum geführt hat, mit offenen Armen."