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Neue Gedenktafel zu Ernst Tschickert im Spremberger Schloss

Andreas Lemke, Irma Icking und Ingeborg Kanisch vor der Gedenktafel zu Ernst Tschickert. Foto: Martina Arlt
Andreas Lemke, Irma Icking und Ingeborg Kanisch vor der Gedenktafel zu Ernst Tschickert. Foto: Martina Arlt FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Neben dem Gedenkstein und der Umbenennung eines Teils des Schlossbezirkes in „Ernst-Tschickert-Platz“ macht nun auch eine Gedenktafel auf dem Flur in der zweiten Etage des Schlosses auf den Spremberger Gewerkschaftssekretär und Arbeitsrichter Ernst Tschickert aufmerksam. Er wurde Opfer des Nationalsozialismus, arbeitete nach dem Krieg im Magistrat der Stadt als Chef der Stadtpolizei und ehrenamtlich als Stadtverordneter und Fraktionschef im Kreistag, leitete ab dem 1. ma/ani

Juni 1946 das neue Arbeitsgericht im Spremberger Schloss und starb als Opfer des Stalinismus im Alter von 62 Jahren im Jahr 1951 im sibirischen Straflager. Zur Gedenkstunde waren Landrat Dieter Friese (SPD), Dezernent Hermann Kostrewa, SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Lemke sowie Tschickerts ehemalige Arbeitskollegen Irma Icking und Ingeborg Kanisch gekommen. Die Einweihung der Gedenktafel erfolgte genau an dem Tag, an dem Ernst Tschickert vor 60 Jahren vom russischen Geheimdienst in seinem Wohnhaus, Windmühlenweg 8 in Spremberg, verhaftet wurde. Er wurde zu 15 Jahren Arbeits- und Besserungslager im sibirischen Tajschet verurteilt. Im Spremberger Heimatkalender 2010, so Andreas Lemke, soll die Biografie Tschickerts abgedruckt werden. ma/ani