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| 14:40 Uhr

Vereinsgründung geplant
Bürgerunion geht auf Distanz zu Freien Wählern

Der Vorstand der am 12. Dezember gegründeten Bürgerunion: Bianka Kaiser,  Daniel Mende, Klaus Stephan, Thomas Kaiser, Frank Mittag, Antje Aurich-Heider und Günter Quander. Nicht dabei: Eberhard Brünsch.
Der Vorstand der am 12. Dezember gegründeten Bürgerunion: Bianka Kaiser, Daniel Mende, Klaus Stephan, Thomas Kaiser, Frank Mittag, Antje Aurich-Heider und Günter Quander. Nicht dabei: Eberhard Brünsch. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Spremberg. Neu gegründete Gruppe besteht nach Angaben von Spremberger Mitgliedern aus „Abtrünnigen“.

Die neu gegründete Bürgerunion will sich als politischer Verein etablieren. Wie der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Brünsch aus Spremberg mitteilt, planen die Mitglieder für das nächste Jahr eine erste Zentralversammlung. Die Bürgerunion hatte sich am 12. Dezember in Lübben gebildet. Ihr gehören nach den Worten von Eberhard Brünsch „Abtrünnige aus dem Süden des Landes Brandenburg“ an, die nach dem Ärger bei BVB und Freien Wählern auf Distanz zum Landesverband gehen. Auch der frühere Amtsdirektor von Döbern-Land, Günter Quander, zählt zu den Gründungsmitgliedern.

Bereits im Oktober hatte Eberhard Brünsch angekündigt, dass mehrere Mitglieder der Freien Wähler ihre Arbeit unter neuem Namen fortsetzen wollen: Ihnen fehle es an einer genauen Übersicht der finanziellen Mittel bei den Freien Wählern, weshalb sie eine Abgrenzung als einzigen vernünftigen Schritt sähen. So erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerunion: „Wir setzen auf eine transparentere Politik, werden uns dabei aber auch in Zukunft als parteilose Gruppe verstehen.“ Seine Kritik am Landesvorsitzenden der Freien Wähler, Peter Vida, hält Eberhard Brünsch aufrecht: „Er hat lange Zeit alles unterbunden, was nötig ist, um eine vernünftige Arbeit zu machen.“

Der Fraktion von BVB und Freien Wählern im Spree-Neiße-Kreis gehörten auch die Mitglieder der Spremberger Bürgerinitiative SPB an. Zu ihnen zählt der Spremberger Stadtverordnete Jens-Uwe Winkler. „Die neue Bürgerunion werden wir als Ansprechpartner betrachten, haben bisher aber noch keine konkreten Schritte unternommen.“ Die Zeit werde zeigen, wie sich die Zusammenarbeit der Spremberger Initiative SPB mit ihr gestaltet.

Die Brandenburger Landtagsgruppe der Freien Wähler löste sich im September auf. Nach Angaben des Landesverbandes hatten die Abgeordneten Christoph Schulze und Iris Schülzke keine Mandatsträgerbeiträge an den Landesverband von BVB/Freie Wähler entrichtet. Daraufhin verließ der Landesvorsitzende Peter Vida die Landtagsgruppe. Sie verlor ihren Status, für den drei Personen nötig sind.