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| 15:51 Uhr

Falsches Material
Neue Brücke in Spremberg bleibt gesperrt

Die neue Brücke wird an ihren Standort gehievt.
Die neue Brücke wird an ihren Standort gehievt. FOTO: LR / Rene Wappler
Spremberg. Ein Fehler beim Liefern von Material führt dazu, dass eine neue Brücke an der Wendenstraße in Spremberg auf unbestimmte Zeit gesperrt bleibt.

Wie Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel mitteilt, sind falsche Lager eingetroffen. „Das liegt jedoch nicht an den Mitarbeitern des Rathauses, sondern an der Firma“, betonte er am Montagabend vor den Mitgliedern des Bauausschusses, die im Bürgerhaus tagten. Das kleine Problem ziehe schwerwiegende Folgen nach sich. Eine neue Prüfung seitens des Fachbereichs werde nötig. „Wir machen jetzt nicht irgendwelchen Müll, um die Brücke so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen“, erklärt Gerd Schmiedel. „Das soll alles ordentlich passieren.“

Im Bauausschuss arbeitet Ilona Schulz von der Fraktion der Linken mit. Sie fragte am Montag nach, ob die Mitarbeiter des Rathauses Schadensersatzansprüche anmelden werden. Dazu erläuterte der Fachbereichsleiter: „Regressforderungen kann man nur geltend machen, wenn wirklich ein Schaden eingetreten ist.“ Bei einer späteren Inbetriebnahme der Brücke sei das rein rechtlich nicht der Fall. Die Stadt müsse aber auch nicht für den Austausch des Materials aufkommen. Das sei Sache der Firma. Für die Konstruktion der Brücke war die PML Leichtbau GmbH zuständig.

Oft geht mit dem Einbau neuer Lager ein enormer Aufwand einher. Doch bei der Brücke an der Wendenstraße verhält es sich anders, wie Gerd Schmiedel anmerkt. Denn da es sich um eine Leichtbaukonstruktion handele, ließen sich die Lager relativ einfach einsetzen.