ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:19 Uhr

Erste Etappe abgeschlossen
Neue Spreebrücke bis Ende August gesperrt

Der Brückenschlag lockte auch Schaukustige an. Freigegeben ist die Brücke aber noch nicht.
Der Brückenschlag lockte auch Schaukustige an. Freigegeben ist die Brücke aber noch nicht. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Weitere Arbeiten folgen vor der Freigabe des Bauwerks an der Spremberger Wendenstraße.

Bis Ende August müssen sich wohl die Einwohner von Spremberg gedulden, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Brücke an der Wendenstraße überqueren wollen. Wie Raik Gallas vom Bereich für Tiefbau im Rathaus mitteilt, wird dann voraussichtlich die Freigabe des Bauwerks erfolgen. „Eine genaue Prognose will ich aber noch nicht abgeben.“ Fachleute hatten die Brücke mit einem Gewicht von 24 Tonnen am Mittwoch nach Spremberg transportiert. Ein Kran hob sie am Nachmittag auf ihren Platz. Gegen 19 Uhr war der grundsätzliche Aufbau vollzogen.

Bis zur Freigabe bleibt die Brücke abgesperrt. Rathaus-Mitarbeiter Raik Gallas erläutert: „Jetzt werden die Lager eingebaut, vier Stück an der Zahl.“ Danach folgt die Installation der Beleuchtung. Auch das Vorbereiten der Wege für Fußgänger und Radfahrer zählt zum Projekt, ebenso wie die Montage der Geländer. „Da steht noch ordentlich Arbeit bevor“, sagt Raik Gallas. „Wir sind aber schon erleichtert darüber, dass sich die Brücke jetzt an ihrem Ziel befindet.“

Zwei Schwerlasttransporter hatten sich mit dem Bauwerk am Montagabend von Singen am Bodensee auf die Reise nach Spremberg begeben. Kurz vor dem Ziel löste sich im Kreisverkehr im Stadtzentrum eine Bodenplatte. Sie beschädigte die Bremsleitung eines der beiden Fahrzeuge. Kurze Zeit später konnten sie ihre Fahrt jedoch fortsetzen.

Der Neubau aus Aluminium ersetzt die alte Brücke, die im Jahr 1972 entstand. Sie galt inzwischen als Sicherheitsrisiko. In die Stahlhauptträger hatte sich Rost gefressen. Die Investition beläuft sich auf einen Million Euro.

Um den Bau der neuen Brücke kümmerte sich die PML Leichtbau GmbH aus Singen. Die Firma hatte zuvor unter anderem vier Brücken in der chinesischen Hauptstadt Peking errichtet, bei einem Auftragsvolumen von 5,5 Millionen Euro. Wie Geschäftsführer Frank Groß berichtet, bestehen sie wie das Projekt an der Spremberger Wendenstraße aus Aluminium. Dieser Werkstoff sei zwar zunächst teurer als Stahl, Holz und Beton. Aber nach dem Aufbau entstünden keine weiteren Kosten für die Wartung des Tragwerks. So geht Frank Groß davon aus, dass die Brücke ohne Probleme die nächsten 100 Jahre durchhalten wird.

Klaus John aus Spremberg zählte zu den Besuchern, die sich den Aufbau am Mittwoch anschauten. Er sagt: „Mir gefällt die Brücke außerordentlich. Die wird ein richtiges Schmuckstück.“

Korrektur: In der Donnerstagsausgabe stand, dass der Kran 400 Tonnen schwer ist. Richtig ist jedoch, dass er bis zu 400 Tonnen heben kann.