Zum Bauen von Insektenhotels ruft in diesem Jahr der Spremberger Regionalverband des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland auf. „Nach mehreren Fotowettbewerbsjahren brauchen wir eine Pause. Eine Auswahl der vielen wunderbaren Fotos wollen wir – sobald uns das Corona wieder gestattet – präsentieren“, teilt die Regionalverbandsvorsitzende Sabine Brückner mit. Aber auch die originellen Insektenhotels, die noch bis zum 30. August vorbeigebracht werden können, sollen bald zu sehen sein und den Tieren helfen.

Fledermäuse sind in Cantdorf schon heimisch

„Im Spremberger Ortsteil Cantdorf konnte die alte Friedhofskapelle baulich gesichert werden. Künftig sollen sich hier Fledermäuse wohl fühlen“, so Sabine Brückner. Seit Jahren sammeln die Spremberger Naturschützer Erfahrungen mit Fledermäusen – am alten Wasserwerk in den Slamer Kuthen, in den alten Bunkern in der Ratsheide, im Spremberger Ortsteil Hornow und in der Bühlower Friedhofskapelle.
In Cantdorf bleibt aber auch noch Platz für Insekten. Die Saat der zwei Blühwiesen vorm Friedhof ist in diesem Ortsteil besonders gut aufgegangen. An der Außenwand der Kapelle sollen die Insektenhotels angebracht werden.
Egal ist, ob sie den Charme von „Bed & Breakfast“, „Jugendherberge“, „Willis Eigenheim“ oder einem „Fünf-Sterne-Hotel“ mitbringen. Auf den Internet-Seiten des Naturschutzbundes und anderer Umweltverbände und Gartenratgebern lassen sich Anleitungen und Fotos zum Bau von Insektenhotel finden.

Die Insektenhotels für Cantdorf sollen mehrere Schlupflöcher und Charme haben

Aus den Erfahrungen mit der Schüler-AG Natur und Umwelt weiß Sabine Brückner, dass so ein Bauen auch mit Kindern in der Ferienzeit Spaß macht. Verschiedene Materialien können ausprobiert werden. Risse werden vermieden, wenn die Löcher mit unterschiedlichen Durchmessern ins Längsholz gebohrt werden, das Sägemehl sollte heraus geklopft und Splitter entfernt werden.
Bis zum 30. August können noch transportable Insektenhotels abgegeben werden – bei Sabine Brückner Kollerbergweg 1 in Spremberg montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr. Als erster Preis winken 100 Euro und eine Robinie, Baum des Jahres 2020, die in den Slamer Kuthen vom Gewinner gepflanzt werden soll. Auf die Zweit- und Drittplatzierten warten Sachpreise.