Einige Meisen und Stare in der Spremberger Ratsheide können bald in Nistkästen mit einem Dach der Spremberger Spremdach GmbH einziehen. Beim heftige Regen der vergangenen Tage schickte Kai-Uwe Reipert, der Geschäftsführer, seine Auszubildenden Philipp Schlutt und Oliver Starke nicht raus aufs Dach. Sondern in der Werkstatt machten sie mit Blech und Schiefer zehn Nistkästen wasserdicht.

Aus Holz gebaut hatten die Kästen die Kinder der Arbeitsgemeinschaft „Natur und Umwelt“, die der Sprembergs Nabu-Regionalverband Anfang Februar gemeinsam mit dem Mehrgenerationenzentrum „Bergschlösschen“ ins Leben gerufen hatte. „Wir wollen eine Nistkasten-Strecke schaffen“, sagt Sabine Brückner, Vorsitzende des Nabu-Regionalverbandes.

Kleine Biotope in der Spremberger Innenstadt

Bei Philipp Schlutt weckte die kleine Aufgabe Erinnerungen. „In der Grundschule haben wir auch solche Kästen gebaut“, erzählte er, während er die Schieferschere holt. In die Kästen mit den kleinen Löchern sollen Kohlmeisen und Blaumeisen einziehen, Stare bevorzugen größere Eingänge mit 35 Zentimetern Durchmesser. Kai-Uwe Reipert freut sich, den Nabu unterstützen zu können. Ehrenamtlich leitet er den Kleingartenbeirat der Stadt Spremberg. Und der will sich zusätzlich um einige brache Flächen in der City kümmern. „Wir wollen sie zu kleinen Biotopen umgestalten und hoffen, dass uns der Nabu dabei hilft“, sagt Reipert. „Solche Biotope“, so Sabine Brückner, „sind gut fürs Stadtklima und helfen, die Artenvielfalt auch in der Innenstadt zu sichern.“