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| 18:21 Uhr

Neuhausen/Spree
Kirche, Klimaschutz und ab in die Parks

Flink zähltTomasz Zolkiewicz (Mitte) auf, was Zary und Neuhausen/Spree für den Klimaschutz tun können.
Flink zähltTomasz Zolkiewicz (Mitte) auf, was Zary und Neuhausen/Spree für den Klimaschutz tun können. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Neuhausen/Spree. Zary und Neuhausen/Spree planen ein Projekt nach dem anderen.

(ani) Projekte zu entwickeln, die eine Chance auf Fördermittel der Euroregion Spree-Neiße/Bober haben, übernimmt in der polnischen Region Zary der Verein Natura Polska. Die Partnergemeinde Neuhausen/Spree profitiert davon. Der Vereinsvorsitzende Tomasz Zolkiewicz, sein Stellvertreter Krzysztof Piaseczny und ihr Dolmetscher Edward Zys haben in Neuhausen nach Terminabsprachen zum laufenden Projekt „Sakrale Gebäude“ das neue Projekt „Gemeinsam schützen wir das Klima in der polnisch-deutschen Grenzregion“ vorgestellt.

Eine Landkarte mit den Kirchen in Zary-Land und Neuhausen/Spree entsteht, Geschichte wird zusammengetragen. Warum die katholische Kirche am Don-Bosco-Haus in Neuhausen St Hedwig heißt, will Tomasz Zolkiewicz wissen, und ob es auf deutscher Seite neben den vielen Sauer-Orgeln auch noch eine Gustav-Heinze-Orgel, Orgelbauer im einstigen Kreis Sorau, gibt. Am 6. Oktober kommen die Polen nach Neuhausen/Spree. Vier Gotteshäuser in der Großgemeinde wollen sie besuchen und ein kleines Konzert hören. Drei Gotteshäuser, die sich dafür eignen, fallen Bürgermeister Dieter Perko spontan ein: St. Hedwig in Neuhausen, die Dorfkirche Komptendorf, die Sergener Dorfkapelle. Auch Gebäude wie das Pfarrhaus samt Kirche Groß Döbbern wären es wert, in die Studienreise aufgenommen zu werden. Dieter Perko feilscht regelrecht darum, dass neben 40 Polen nicht nur zehn, sondern 20 Deutsche teilnehmen können.

Am 13. Oktober soll im Gegenzug die Konferenz „Sakrale Gebäude“ in Zary stattfinden  Zwei der vier Vorträge sichert Neuhausen/Spree ab – mit einem Überblick über die Architektur der Kirchen und einem Sanierungsbeispiel. Locker sollen die Referate sein, so Tomasz Zolkiewicz. Bürger aus Neuhausen/Spree, die an der Rundreise am 6. Oktober oder an der Konferenz am 13. Oktober teilnehmen möchten, können sich in der Gemeindeverwaltung melden. Für die Konferenz in Zary startet der Bus um 8.30 Uhr am Verwaltungsgebäude in Neuhausen.  

Bereits im August wird die Verwaltung aber das Projekt 2019 beschäftigen. Zum Klimaschutz schlägt Natura Polska zwei Workshops mit Schülern und eine Radtour vor. Ein 24-seitiger Ratgeber „Lebe mit Klima“ und eine Bildungszeitung, die Projekte vorstellt, würden aufgelegt. Touristische Tafeln, die klima­freundliches Handeln beschreiben, entstehen. Jeweils 30 Bäume in Neuhausen/Spree und Zary könnten gepflanzt werden. Klimaschutz gefällt Dieter Perko als Thema, schließlich hatte Neuhausen/Spree als eine der ersten Gemeinden ein Klimaschutz- und Energiekonzept verabschiedet.

Auch als Tomasz Zolkiewicz nachfragt, ob die Gemeinde kleine Parks hat, nickt Dieter Perko. Für Spaziergänge und Feste in den Ortsteilen werden sie gern genutzt. Oft, so der Bürgermeister, könne aber nur das nötigste zur Sicherung getan werden. Ein Projekt für 2020 ließe sich entwickeln. Eine Karte mit allen Parks der beiden Partnergemeinden könnte dabei entstehen.