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| 02:50 Uhr

Nähkurse liegen wieder im Trend

Der Ferienkurs in der Volkshochschule in Spremberg: Letizia Schierz, Marina Rackel, Schneidermeisterin Doris Goretzki (stehend) sowie Stefanie Kasprzyk (von links nach rechts).
Der Ferienkurs in der Volkshochschule in Spremberg: Letizia Schierz, Marina Rackel, Schneidermeisterin Doris Goretzki (stehend) sowie Stefanie Kasprzyk (von links nach rechts). FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Wer sich fachmännische Anleitung für das Schneidern in den eigenen vier Wänden holen möchte, ist bei den Nähkursen in der Kreisvolkshochschule genau richtig. Hier haben Anfänger und Fortgeschrittene die Gelegenheit, sich raffinierte Kniffe und Tricks abzuschauen. Martina Arlt / mat1

Schon lange ist die heute 60-jährige Doris Goretzki aus Spremberg in diesem Metier die richtige Ansprechpartnerin, denn sie näht persönlich bereits seit ihrem 16. Lebensjahr. "Mein Vater war Schneidermeister, und so bekam ich schon als Kind das Gefühl für diesen Beruf", erläutert sie. "Mit 14 Jahren nähte ich schon für Kumpels Hosen. Nähen macht mir nach mehr als 44 Jahren immer noch Spaß." So seien in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Bekleidungsstücke für ihre Töchter, Enkelkinder und natürlich auch für sie selbst entstanden.

Darum spricht sie auch von einem "wunderbaren Beruf". Für die Kursteilnehmer sei es immer wieder ein tolles Erlebnis, "wenn sie verschiedene Sachen fertiggestellt haben und es gelungen ist", sagt die versierte Schneidermeisterin Doris Goretzki, die sowohl die Nähkurse in der Spremberger Volkshochschule als auch in der Weißwasseraner Galerie leitet, am Sitz der dortigen Volkshochschule.

In einem Kurs können vier bis sechs Teilnehmer aufgenommen werden, die meist Frauen sind. Besonders gern verarbeitet werden Stoffe wie Jersey, Baumwolle, Wollstoffe, Viskose oder auch Seide. Jeder kann sich in den Kursen selbst auswählen, was er nähen möchte. Sehr häufig werden Oberteile geschneidert.

Zudem probieren sich die Teilnehmer an Deko-Kissen, Puppensachen, Taschen oder an Kinderbekleidung aus. Die Fortgeschrittenen wagen sich dann auch schon einmal an Hemden für Männer oder an Kleider für sich selbst heran.

Zu den jüngsten Teilnehmerinnen im jetzigen Ferienkurs in Spremberg im Rahmen der Sommerakademie Textilgestaltung gehört die elfjährige Letizia Schierz aus Bloischdorf-Kolonie: "Ich habe auch eine eigene Nähmaschine daheim, das macht mir Spaß. Hier in diesem Kurs kann man für sich Einiges lernen. Wenn ich über meinen Berufswunsch nachdenke, wäre wohl eine Arbeit als Raumausstatterin mein Ziel."

Oft bringen die Kursteilnehmer ihre eigenen Nähmaschinen mit, da sie damit am besten umgehen können. Diese Maschinen sind mit verschiedenen Programmen ausgestattet. Doch auch die Volkshochschule bietet beste Voraussetzungen und vermittelt mit ihren Angeboten in den diversen Handarbeiten die nötigen Grundkenntnisse und Fertigkeiten.

"Die Volkshochschule verfügt über fünf Nähmaschinen und sogar über eine Overlock-Maschine", sagt Doris Goretzki. "Damit können schöne Versäuberungsnähte vorgenommen werden. In diesen Räumen werden unsere Stoffe gleich zugeschnitten und gebügelt. Man trifft sich in lockerer Atmosphäre. Auch die Räumlichkeiten sind topp, alles bestens."

Wer sich diesem Hobby in der Freizeit widmen möchte und dazu die nötige Anleitung benötigt, kann sich für den Kurs vom 8. August bis 12. August in Spremberg unter Telefon 03563 90647 anmelden.

Zum Thema:
Auch im Fernsehen zeigt sich, dass das Nähen nicht mehr im Ruf eines altmodischen Handwerks steht: So nahm der Sender Vox im Jahr 2015 die Show "Geschickt eingefädelt - Wer näht am besten?" ins Programm, moderiert von Star-Designer Guido Maria Kretschmer. In der Jury saßen auch die Bundesvorsitzende des Maßschneiderhandwerks, Inge Szoltysik-Sparrer, und Stoffdesignerin Anke Müller.