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Nächste Hürde für Turnhallenbau genommen

Die Auswahlkommission hat sich für den rechten Entwurf des Dresdener Ingenieurbüros "Bauconzept" entschieden.
Die Auswahlkommission hat sich für den rechten Entwurf des Dresdener Ingenieurbüros "Bauconzept" entschieden. FOTO: Ingenieurbüros "Bauconzept"
Forst/Spremberg. Der Kreistag hat dem Projektentwurf für die Turnhalle am Erwin-Strittmatter-Gymnasium in Spremberg und damit dem größten Bauvorhaben des Spree-Neiße-Kreises 2014 zugestimmt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1,75 Millionen Euro. Insgesamt waren für die Bauvorhaben an der Schule 7,5 Millionen eingeplant. Christian Köhler

Der Erweiterungsbau des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums in Spremberg zählt zu den größten Investitionen des Landkreises Spree-Neiße. Der Kreistag hat nun für den Neubau der Turnhalle am Gymnasium grünes Licht gegeben. Zuvor hatte eine Auswahlkommission einen der drei eingereichten Planungsentwürfe ausgewählt.

"Für uns waren dabei verschiedene Aspekte maßgeblich, welche durch den Bau der Zweifelderhalle realisiert werden sollten", erklärt der Leiter des Dezernats 1 und Beigeordneter des Kreistages Olaf Lalk. So könne mit dem vorliegenden Entwurf gewährleistet werden, dass zum einen paralleler Unterricht zweier Klassen gegeben werden kann und zum anderen sämtliche Ball- und Gerätesportarten in der Halle ausgeübt werden können.

"Besonders haben wir darauf geachtet", so Lalk, "dass die Barrierefreiheit zur und in der Turnhalle eingehalten wird." Aufgrund der geografischen Lage sowie des niedrigen Grundwassers kommt jedoch eine Absenkung des Geländes ohnehin nicht infrage. Auch das Innenleben der Turnhalle solle den Anforderungen der Barrierefreiheit angepasst werden. "Diese muss so ausgestaltet sein, dass ebenfalls Sportler mit akustischer oder optischer Beeinträchtigung die Halle nutzen können", forderte Birgit Wöllert (Linke) im Kreistag. Dies könne, so Lalk, "in der Detailplanung noch geleistet werden."

Für das Bauvorhaben wurden 1,75 Millionen Euro als Kostenrahmen vorgegeben, die laut Lalk und Landrat Harald Altekrüger (CDU) auch eingehalten werden.

Das Bauprojekt, so erklärt Olaf Lalk weiter, sei in sechs Planungsphasen unterteilt. Dafür seien 181 000 Euro veranschlagt. Für die ersten drei Abschnitte erhielt das Dresdner Ingenieurbüro "Bauconzept" den Zuschlag. Es ist damit für die Ausgestaltung Projektes maßgeblich verantwortlich.

Laut Vorlage der Kreisverwaltung im Kreistag sollte das Büro ursprünglich auch optional die Leistungsphasen vier bis sechs erhalten. Allerdings wird erst nach der dritten klar sein, wie viel der Gesamtbau tatsächlich kostet. Darum regte sich Widerstand im Kreistag, schon jetzt über die Vergabe zu entscheiden. "Nach unserem jetzigen Kenntnisstand können wir nur über die ersten drei Leistungsphasen abstimmen, um mögliche Kostenerhöhungen auszuschließen", forderte Klaus-Dieter Fuhrmann (CDU). Lalks Versuche, die Abgeordneten umzustimmen, scheiterten. Nach einer Änderung der Vorlage, nur über die ersten drei Abschnitte abzustimmen, hat der Kreistag schließlich den Entwurf des Dezernenten abgesegnet.

Zum Thema:
Der Landkreis plant im Jahr 2014 noch weitere Investitionen, die jedoch erst nach der Haushaltsabstimmung durchgeführt werden können.Dazu zählen die Ortsdurchfahrten der Kreisstraßen in Lieskau, Koppatz, Türkendorf, Kathlow. Zudem wird gegenwärtig laut Olaf Lalk eine Industriefläche in der Forster Charlottenstraße für den Katastrophenschutz ausgebaut. Dort sollen Garagen und Aufenthaltsräume entstehen.