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| 18:50 Uhr

Alte Tradition wird wieder belebt
Spree-Kahnpartie ins Eheglück

Für Sindy und Martin Jeschkeit wird ihre Hochzeit mit der Kahn-Jungfernfahrt auf der Spree unvergesslich bleiben. Die Überraschung ist gelungen.
Für Sindy und Martin Jeschkeit wird ihre Hochzeit mit der Kahn-Jungfernfahrt auf der Spree unvergesslich bleiben. Die Überraschung ist gelungen. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Ein Spremberger Unternehmer lässt eine alte Tradition wieder aufleben.

Sindy und Martin Jeschkeit sind mit dem Kahn auf der Spree ins Eheglück gefahren. Als sich das Paar am Sonnabend zur Mittagszeit das Ja-Wort gab, hatte es noch keine Ahnung von der Überraschung, mit der Bräutigam-Mutter Gabi Bartusch später aufwartete. Sie hatte von Peter Wolfs Kahnfahrten auf der Spree erst kürzlich aus der RUNDSCHAU erfahren und sofort die Initiative ergriffen.

Der Kahnfährmann, dessen Großvater und Urgroßvater Kapitäne auf der Elbe zwischen Pirna und Hamburg waren, hatte seinen Kahn geschmückt. Als er von den feiernden Hochzeitsgästen im Spremberger Anglerheim gesichtet wurde, war die Freude groß. Die Kahn-Hochzeits-Jungfernfahrt startete: vom Vereinsdomizil zum Mühlenwehr und dann stromaufwärts bis zur Slamener Flussschnelle. Eine leichte Brise machte die Partie angenehm.

Der Spremberger Bauunternehmer und Kettensägenschnitzer Peter Wolf will diese alte Tradition wieder aufleben lassen. Schon ,,Im Wegweiser durch Spremberg von 1900“ warb die Familie Kossack für das Kahnfahren auf der Spree. Im Jahre 1914 war es dann soweit, die Brüder Emil und Julius Kossack begannen auf der Spree in Spremberg zwischen Stadtmühle und Langer Brücke einen Kahnbetrieb einzurichten. Damals ahnte niemand, dass die Brüder damit eine Tradition begründeten, die bis 1937 andauern sollte. Nach mehr als 80 Jahren heißt es wieder: Kahn ahoi auf der Spree.

(dbo)