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| 12:31 Uhr

Nach fast einem Jahr hängt Terper Jugend noch in der Luft

Terpe.. "Kommt ein Jugendlicher aus Terpe in den Jugendklub... nach Sabrodt." Das ist längst ein geflügeltes Wort im Spremberger Ortsteil geworden, über das man lachen könnte, wenn’s nicht so bitter wäre. Seit Anfang des Jahres ist der Terper Jugendklub geschlossen.

Eine bis heute nicht gänzlich geklärte Auseinandersetzung über finanzielle Abrechnungen von Zuschüssen hatte den damaligen Träger des Jugendklubs, die Berlin-Brandenburgische Landjugend (BBL), zu diesem Schritt veranlasst (die RUNDSCHAU berichtete).
Aber auch die Vermittlung des Ortsvorstehers Roland Bohsdorf und Gespräche mit der Stadt Spremberg haben bislang nicht dazu geführt, dass der Klub wieder geöffnet werden konnte. Mit Sorge beobachten die Terper Jugendlichen, wie das, was sie einmal mit viel Mühe und Liebe selbst geschaffen haben, wieder verfällt. Mehrfach sind bereits Einbrecher in den nun leer stehenden Klub eingedrungen.
Den Einwohnern von Terpe haben die Jugendlichen dieser Tage Zettel in die Briefkästen geworfen, um mitzuteilen, dass der traditionelle Kirmestanz wegen der schwierigen Lage, in der sich der Jugendklub befindet, in diesem Jahr ausfallen muss.
Keineswegs sei es aber so, dass sich die Stadt nicht um eine Lösung des Problems bemühe, versicherte Sprembergs Kulturamtsleiter Frank Kuhlee auf RUNDSCHAU-Nachfrage: "Es liegt uns sehr am Herzen, dass wir den Jugendlichen helfen können, und wir wollen versuchen, dass sie möglicherweise schon Silvester wieder in ihrem Klub feiern können."
Doch zuvor ist noch einige Arbeit zu erledigen. Momentan sei der Spremberger Sozialarbeiter und Streetworker Siegmar Bartig dabei, Vorstellungen zu entwickeln, wie man unter den gegebenen, auch rechtlichen Bedingungen in Terpe weiter Jugendarbeit betreiben kann, so Kuhlee. Das Konzept soll dann im Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport vorgelegt und beraten werden. (thr)