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| 03:06 Uhr

Mutmaßlicher Spremberger Brandstifter beteuert seine Unschuld

Spremberg. In den ersten Vernehmungen nach der Brandnacht zum 11. Juni 2011 in Spremberg hat der mutmaßliche Brandstifter Sebastian S. seine Unschuld beteuert. Das hat am gestrigen Montag vorm Cottbuser Landgericht der Kriminalbeamte bestätigt, der wenige Stunden nach den Flammen auf dem Hof der Spremberger Post und in der Gartensparte "Ölsträucher" S. als Beschuldigten vernommen hatte. ani

seine Unschuld beteuert. Das hat am gestrigen Montag vorm Cottbuser Landgericht der Kriminalbeamte bestätigt, der wenige Stunden nach den Flammen auf dem Hof der Spremberger Post und in der Gartensparte "Ölsträucher" S. als Beschuldigten vernommen hatte. Demnach soll Sebastian S. am 10. Juni im Vorjahr als Gast an einem Feuerwehrfest teilgenommen, etwas getrunken und sich abends mit dem Fahrrad auf den Weg zu einem Freund in Spremberg gemacht haben. Vor seinem Besuch bei diesem Freund hat er laut Vernehmungsprotokoll im damaligen Domizil des linken Jugendvereins "Piraten", dem er zu dieser Zeit angehörte, einen Zwischenstopp eingelegt und das Postfach des linken Jugendvereins im Vorraum der Deutschen Post in der Langen Straße geleert. Zu Fuß sei er anschließend zu seinem Freund gegangen und nach 3 Uhr am frühen 11. Juni mit dem Fahrrad zu Hause angekommen, wo seine Mutter im Wohnzimmer wartete. Gegen 3.25 Uhr war die Polizei in jener Nacht alarmiert worden, weil auf dem Betriebshof der Post ein Feuer ausgebrochen war.

Der 22-jährige Spremberger hatte von August 2011 bis in den März hinein in Untersuchungshaft gesessen. Zur Eröffnung der Verhandlung vorm Cottbuser Landgericht am 8. März war er noch in Handschellen vor den Richtern erschienen. Seine Verteidiger erwirkten eine Freilassung, da keine Fluchtgefahr bestehe.

Sebastian S. schweigt bisher zu den Vorwürfen. Er ist angeklagt, mit Molotow-Cocktails mindestens zwei Postautos in Brand gesetzt zu haben. Das Feuer hatte schnell auf fünf weitere Fahrzeuge und die Wand eines Wohn- und Geschäftshauses übergegriffen. Zudem wird S. vorgeworfen, wenige Minuten später auch eine Laube unmittelbar hinter der Polizeiwache angezündet zu haben. Das Ehepaar, das dort übernachtet hatte, konnte sich nur mit viel Glück retten.

Weil S. schweigt, sollen Zeugen Licht in die Nacht bringen. Am 6. Juni wird die Verhandlung mit drei Zeugen fortgesetzt.