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| 18:35 Uhr

Haftantrag gestellt
Mutmaßliche Brandstifter in Welzow festgenommen

Nach dem Brand sind die Giebel der Rathsburg möglicherweise einsturzgefährdet.
Nach dem Brand sind die Giebel der Rathsburg möglicherweise einsturzgefährdet. FOTO: Richter-Zippack
Welzow. Eine gute Nachricht für die Welzower: Die Polizei hat nun zwei Männer aus Welzow festgenommen, die nach bisherigen Ermittlungen dringend tatverdächtig sind, die zahlreichen Brände in den zurückliegenden Wochen gelegt zu haben.

In Welzow sind im Zusammenhang mit der andauernden Brandserie zwei Männer vorläufig festgenommen worden. Konkrete Hinweise zu einer Täterschaft der beiden Männer zum Brand vom Mittwochabend hatten sich bei den Ermittlungen so verdichtet, dass die Staatsanwaltschaft Cottbus am Donnerstagnachmittag einen Haftantrag stellte.

Das Amtsgericht Cottbus ordnete daraufhin Untersuchungshaft an. Die Welzower werden in entsprechende Justizvollzugsanstalten überstellt.

Weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dieser Brandserie laufen.

Nach zahlreichen Bränden im Stadtgebiet von Welzow startet jetzt die Stadt ein Programm zur Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei. Auch die Einsatzkräfte der Polizei werden aufgestockt.Die Sorge und Verunsicherung der Welzower ist groß, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Darüber hinaus haben auch zahlreiche Bürger spontan ihre Bereitschaft erklärt, mit nächtlichen Kontrollgängen für ein Mehr an Sicherheit beizutragen. „Über die freiwilligen Angebote der Bürger gerade in schwierigen Zeiten zusammenzustehen und uns tatkräftig zu unterstützen, freue ich mich sehr“, sagte Bürgermeister Birgit Zuchold.

Gemeinsam mit der Polizei hat sich die Stadt deshalb darauf verständigt, das Programm der Sicherheitspartnerschaft zu starten. Alle interessierten Bürger sind aufgerufen, sich als Sicherheitspartner zu melden. Antragsformulare dazu gibt es im Rathaus in Welzow über Frau Dabow oder Herrn Pusch. Die Formulare können auch auf der Internetseite der Stadt Welzow heruntergeladen werden. Nach einer Eignungsprüfung durch die Polizei erhalten die Antragsteller eine Einweisung sowie eine entsprechende Ausrüstung mit Lichtbildausweis als Sicherheitspartner.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Stadt mittels Spenden zu unterstützen, heißt es. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet unter: Sparkasse Spree-Neiße, IBAN DE26 1805 0000 3604 0011 10, BIC: WELADED1CBN, Verwendungszweck Rathsburg.

Aufgrund des Brandes an der Rathsburg bleiben auch weiterhin Teile der Spremberger Straße sowie der Jahnstraße bis auf weiteres voll gesperrt, informiert die Stadtverwaltung. Da die Giebel des Gebäudes möglicherweise einsturzgefährdet sind, dürfen die abgesperrten Bereiche keinesfalls betreten oder befahren werden, heißt es.

Elf Mal hat der Feuerteufel in der Stadt bisher zugeschlagen. Der jüngste Brand ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag.

(red/si/sha)