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| 14:51 Uhr

Hornow
Museen bauen ihr Programm aus

Bei der Präsentation der Museumsnächte in Hornow warb Michael Rüdiger Budek, verkleidet als der Alte Fritz, für Geschichte und Geschichten der Region. ⇥Foto: René Wappler
Bei der Präsentation der Museumsnächte in Hornow warb Michael Rüdiger Budek, verkleidet als der Alte Fritz, für Geschichte und Geschichten der Region. ⇥Foto: René Wappler FOTO: LR / René Wappler
Hornow . Beliebte Veranstaltungsreihe erstreckt sich im September erstmals über vier Nächte.

Die Museumsnacht im Spree-Neiße-Kreis trifft auf so starken Zuspruch, dass die Organisatoren ein neues Konzept ausprobieren. Das berichtet Landrat Harald Altekrüger (CDU), der in dieser Woche die Präsentation der Veranstaltungsreihe im Saal der Hornower Kirchgemeinde besuchte. „Sie haben richtig gehört“, sagte er zu den Gästen. „Dieses Mal erleben Sie Museumsnächte.“ Über einen Zeitraum von vier Wochen werden sich die Häuser im Landkreis mit ihren Programmen vorstellen. Wie Harald Altekrüger feststellt, zählte die Museumsnacht in den vergangenen Jahren jeweils um die 3000 Besucher. „Deshalb erstreckt sie sich im September gleich auf vier Spätsommerabende.“

In diesem Jahr stehen die Veranstaltungen unter dem Motto: „In Stein gemeißelt – Museen und ihre Gebäude“. Denn oft ist das Gebäude selbst nach den Worten des Landrats schon „eine museale Attraktion“. Er erläutert: „Wir wollen auch Menschen ansprechen, die sonst gar nicht oder nur selten ins Museum gehen.“ Denn so biete sich die Chance, ein neues Publikum zu gewinnen.

Der feierliche Auftakt wird am Sonnabend, 1. September, ab 18 Uhr im Niederlausitzer Heidemuseum stattfinden. Dort beginnt an diesem Abend die Sonderausstellung „Lebenswege“, die den Besuchern zwei Künstler und ihre Werke näherbringt. Im Fokus stehen die Malerei von Sigrid Bolduan, die in diesem Jahr ihren 85. Geburtstag gefeiert hätte, und die Holzplastiken von Ronny Sommer.

Trotz der vielen Veranstaltungsorte betrachten die Organisatoren einander nicht als Konkurrenz: Das zeigten sie symbolisch, als sie in der Hornower Kirche gemeinsam das Programm vorstellten. So warb Hans-Joachim Behnke vom Archäotechnischen Zentrum in Welzow für die Museumsnächte in Dissen, Drebkau, Guben und in Jänschwalde, wo am 1. September ab 16.30 Uhr unter anderem eine Schulklasse mit ihren Liedern auftreten wird. „Heutzutage wird ja sonst leider nicht mehr so viel gesungen“, sagte er.

Unterdessen empfahl Babette Zenker vom Dissener Heimatmuseum einen Besuch des Erlebnisparks Teichland in Neuendorf. Dort wird am 1. September ab 20 Uhr die Cottbuser Autorin Franziska Steinhauer aus ihrem Kriminalroman „Kumpeltod“ lesen, begleitet vom Peitzer Künstler Mirko Huhle, der auf dem Theremin „gruselige Musik“ spielt. „Wir freuen uns auch darüber, dass das Feuerwehrmuseum in Welzow wieder mit von der Partie ist“, erklärte Babette Zenker. Dort können die Besucher am 1. September ab 18 Uhr die historische Technik der Einsatzkräfte inspizieren.

Der Leiter des Niederlausitzer Heidemuseums in Spremberg, Eckbert Kwast, wies derweil auf die Noßdorfer Wassermühle in Forst hin. Handwerker werden am 8. September ab 14 Uhr auf dem Hof zu Gast sein und ihren Beruf vorstellen – vom Zimmermann über den Glaser und den Steinmetz bis zum Tischler. Darüber hinaus laden die Veranstalter dazu ein, auf der Malxe zu paddeln und im Minimühlenspreewald ein Familienpicknick zu genießen.

Nach den Worten von Eckbert Kwast lohnt sich ebenso ein Besuch der Alten Mühle in Proschim, deren Verein am 8. September ab 19 Uhr ein Schaudreschen organisiert. „Wollen wir hoffen, dass bei diesem Wetter was zum Dreschen da ist“, so der Leiter des Heidemuseums. Zudem können die Gäste der Museumsnächte in Proschim historische Agrartechnik begutachten.